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Es gibt Streit zwischen Stiftung und Fördergesellschaft: Zwar soll der Turm der Potsdamer Garnisonkirche wieder errichtet werden. Doch was wirklich gebaut werden soll, ist indes noch unklar.


© Foto: dapd

Garnisonkirchen-Turm
Erster Gründungspfahl eingebracht

Die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Garnisonkirche war 1968 auf Geheiß der DDR-Führung gesprengt worden. Nach den Arbeiten für das Fundament soll zunächst der knapp 90 Meter hohe Turm wieder aufgebaut werden.
Die im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigte Garnisonkirche war 1968 auf Geheiß der DDR-Führung gesprengt worden. Nach den Arbeiten für das Fundament soll zunächst der knapp 90 Meter hohe Turm wieder aufgebaut werden. © Foto: dpa/Ralf Hirschberger
dpa / 30.03.2018, 13:03 Uhr
Potsdam (dpa) Auf der Baustelle für den umstrittenen Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche ist der erste Gründungspfahl für das Fundament gesetzt worden.

„Mit neuer Technik ist die Fertigstellung des 38 Meter langen Betonpfahls geglückt“, sagte der Sprecher der Stiftung Garnisonkirche, Wieland Eschenburg, am Freitag. „Nun können die Arbeiten planmäßig fortgesetzt werden.“ Die Fundamentplatte für den 90 Meter hohen Kirchturm soll mit 38 jeweils 38 Meter langen Betonpfählen gesichert werden. Doch die ersten beiden Bohrungen für die Gründungspfähle waren Ende vergangenen Jahres gescheitert. Daraufhin hatte die Baustelle zwei Monate lang still gestanden.

Von Ende Februar an war daher das alte Fundament zunächst an den 38 Positionen für die Gründungspfähle mit einem breiteren Bohrer durchkernt worden. Nach der Fertigstellung des Fundaments soll dann der Turm in Ziegelbauweise Stein auf Stein hochgemauert werden.

Gegen den Wiederaufbau des Potsdamer Wahrzeichens protestieren mehrere auch christliche Initiativen, unter anderem wegen der preußisch-militaristischen Geschichte der Garnisonkirche. Die Stiftung will dagegen in dem Neubau den Gedanken der Versöhnung pflegen.

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