Hummel im Anflug, Wildbiene und Käfer. Begrünte Haltestellendächer könnten schon bald in vielen deutschen Städten wichtige Lebensräume für Insekten werden. Jeweils nur ein paar Quadratmeter groß, dafür regelmäßig zwischen Häusern, Straßen und Autos verteilt, werden die pflegeleichten und luftigen Grünflächen zu Überlebensbereichen für Insekten. Vorreiter ist Utrecht in den Niederlanden. 316 Wartehäuschen seien bereits begrünt, heißt es von der Stadt. In vielen deutschen Städten regen sich ähnliche Initiativen.
Was macht begrünte Dächer so wertvoll? Anders als beim Blech- oder Glasdach läuft Regenwasser nicht einfach über die Kanalisation ab. Pro Jahr und Dach können je nach Gegend leicht mehr als 3000 Liter zusammenkommen. Das nur wenige Zentimeter dicke Bodensubstrat speichert die Feuchtigkeit, die Pflanzen verbessern mit ihrer Verdunstung das Mikroklima der unmittelbaren Umgebung. Auch Feinstaub können die Mini-Wiesen aus der Luft filtern. Bei Sonnenschein bleibt es unter dem isolierten Dach kühler, weniger Hitze strahlt in die Umgebung ab.