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Süße Versuchung

Täglich frisch: Etwa ein Dutzend verschiedene Torten bietet Martin Herzog seinen Gästen an. Hinzu kommen weitere Süßigkeiten und im Herbst und Winter eine kleine Auswahl an deftigen Gerichten.
Täglich frisch: Etwa ein Dutzend verschiedene Torten bietet Martin Herzog seinen Gästen an. Hinzu kommen weitere Süßigkeiten und im Herbst und Winter eine kleine Auswahl an deftigen Gerichten. © Foto: MOZ/Edgar Nemschok
Hans Moritz / 30.11.2015, 13:49 Uhr - Aktualisiert 03.02.2016, 18:50
(MOZ) Martin Herzog lächelt verschmitzt und wendet den Blick nach draußen auf die gewaltige Platane vor dem Eingang. "Ach", winkt er auf die Frage nach seiner Lieblingstorte ab. "Ich bin mehr der deftige Typ. Aber ich esse natürlich auch meine Torten gern. Und wenn ich eine Nummer eins nennen soll, dann ist es die Schwarzwälder Kirsch." Viele Kunden würden dem Chef des Schloss-Cafés in Schöneiche bei Berlin zustimmen, andere wählen die Schokoladentorte oder die blütenweiße Trüffeltorte. "Derzeit geht vor allem die Mohntorte unheimlich gut", wirft der 45-Jährige noch einen prüfenden Blick auf diese verführerische eigene Kreation.

"Wir machen alles selbst, da kommt kein Aroma aus der Tüte ran und auch keine anderen Zusatzstoffe", erklärt Martin Herzog energisch. "Für eine Erdbeertorte beispielsweise setze ich einen Fond aus Früchten an, dazu kommen Gelatine und Sahne. Das ist alles reine Natur", zeigt er auf die Auswahl der täglich 12 bis 14 verschiedenen Torten und die zwei bis drei Blechkuchen, die er zur Verwunderung mancher Gäste in runder Form anbietet. Dazu locken verschiedene Bisquits, Waffeln und vor allem in der warmen Jahreszeit ein Dutzend Eissorten, die der Meister allerdings nicht selbst herstellt.

Gelernt hat Martin Herzog von der Pike auf. "Ich bin von Hause aus Konditormeister", blickt er auf alte Handwerkstradition zurück. Gearbeitet hat der in Hennickendorf bei Strausberg geborene Gastronom früher im Berliner Palast der Republik und in großen Hotels wie dem Kempinski in Bad Saarow, danach auch in England. "Ich habe mir viel angeschaut und dabei gelernt, aber mich immer mehr auf die Patisserie spezialisiert", erklärt er. So eröffnete er vor zehn Jahren ein eigenes Geschäft in dem Örtchen Fredersdorf. "Aus der Not geboren, weil die Branche kriselte und solide Festanstellungen schwer zu finden waren. Aber ich wollte mich auch selbstständig machen."

Doch der Laden stellte sich als zu klein heraus. Herzog war Alleinunterhalter, weil das Geschäft für einen Angestellten nicht genug abwarf. "Ich habe dann gesucht und das hier gefunden", lässt er den Blick durch sein Café schweifen. In den hellen und freundlichen Räumen mit typischer Kaffeehaus-Atmosphäre stehen 80 gemütliche Plätze zur Verfügung. Im Sommer sind es noch einmal so viele außerhalb auf der grünen Wiese an der Stirnseite des nicht mehr existierenden Schlosses, welches der Gastlichkeit den Namen gab.

Mit vier Angestellten und vier auf Abruf bereitstehenden Aushilfen managt Herzog das Geschäft. "Wir haben mit dem Standort Glück", gibt er zu und erwähnt, dass er während seiner fast 20 Arbeitsjahre teilweise außerhalb von Brandenburg stets wusste: "Ich wollte einmal in der Nähe meines Heimatortes sesshaft werden und was Eigenes aufbauen, höchstens im Umkreis von 20 Kilometern."

Das hat er nun geschafft und empfindet die Nähe zu Berlin als ausgesprochen hilfreich. Zwar weiß er nicht, wie viele Gäste aus der Hauptstadt kommen, aber die Mundpropaganda wirkt. "Wir setzen auf Qualität und Produkte von hier. Das zahlt sich aus, das mögen die Leute", hat er erkannt und aus Gesprächen mit Gästen erfahren, dass sein Einzugsgebiet sich ständig vergrößert.

Für die jetzige kältere Jahreszeit hat Herzog nicht nur der eigenen Vorliebe wegen die deftige Schiene eingeführt. Neben den süßen Sachen offeriert er eine kleine, aber feine Karte mit anderen Gerichten, die auch selbst in der Küche zubereitet werden. Ein reines Kaffeehaus funktioniert nur an idealer Stelle mit riesiger Laufkundschaft, hat Herzog festgestellt. Deshalb ist nicht zu vergessen das Frühstücksangebot am Wochenende, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut. "Wenn sich die Gäste freuen, dann ist das für mich ein Erfolgserlebnis", sagt der Chef.

Ein besonderer Käse, ein spezieller Korn, selbst gerösteter Kaffee und lupenreiner Bienenhonig: Wer Qualität sucht und Produzenten, die für ihre Produkte brennen, kann vielerorts in Brandenburg fündig werden. Unsere Zeitung stellt einige von ihnen in der Serie "Genussvoll leben" vor. Die sechste Folge widmet sich den selbst gemachten Torten des Schloss-Cafés in Schöneiche.

Martin Herzog lächelt verschmitzt und wendet den Blick nach draußen auf die gewaltige Platane vor dem Eingang. "Ach", winkt er auf die Frage nach seiner Lieblingstorte ab. "Ich bin mehr der deftige Typ. Aber ich esse natürlich auch meine Torten gern. Und wenn ich eine Nummer eins nennen soll, dann ist es die Schwarzwälder Kirsch." Viele Kunden würden dem Chef des Schloss-Cafés in Schöneiche bei Berlin zustimmen, andere wählen die Schokoladentorte oder die blütenweiße Trüffeltorte. "Derzeit geht vor allem die Mohntorte unheimlich gut", wirft der 45-Jährige noch einen prüfenden Blick auf diese verführerische eigene Kreation.

"Wir machen alles selbst, da kommt kein Aroma aus der Tüte ran und auch keine anderen Zusatzstoffe", erklärt Martin Herzog energisch. "Für eine Erdbeertorte beispielsweise setze ich einen Fond aus Früchten an, dazu kommen Gelatine und Sahne. Das ist alles reine Natur", zeigt er auf die Auswahl der täglich 12 bis 14 verschiedenen Torten und die zwei bis drei Blechkuchen, die er zur Verwunderung mancher Gäste in runder Form anbietet. Dazu locken verschiedene Bisquits, Waffeln und vor allem in der warmen Jahreszeit ein Dutzend Eissorten, die der Meister allerdings nicht selbst herstellt.

Gelernt hat Martin Herzog von der Pike auf. "Ich bin von Hause aus Konditormeister", blickt er auf alte Handwerkstradition zurück. Gearbeitet hat der in Hennickendorf bei Strausberg geborene Gastronom früher im Berliner Palast der Republik und in großen Hotels wie dem Kempinski in Bad Saarow, danach auch in England. "Ich habe mir viel angeschaut und dabei gelernt, aber mich immer mehr auf die Patisserie spezialisiert", erklärt er. So eröffnete er vor zehn Jahren ein eigenes Geschäft in dem Örtchen Fredersdorf. "Aus der Not geboren, weil die Branche kriselte und solide Festanstellungen schwer zu finden waren. Aber ich wollte mich auch selbstständig machen."

Doch der Laden stellte sich als zu klein heraus. Herzog war Alleinunterhalter, weil das Geschäft für einen Angestellten nicht genug abwarf. "Ich habe dann gesucht und das hier gefunden", lässt er den Blick durch sein Café schweifen. In den hellen und freundlichen Räumen mit typischer Kaffeehaus-Atmosphäre stehen 80 gemütliche Plätze zur Verfügung. Im Sommer sind es noch einmal so viele außerhalb auf der grünen Wiese an der Stirnseite des nicht mehr existierenden Schlosses, welches der Gastlichkeit den Namen gab.

Mit vier Angestellten und vier auf Abruf bereitstehenden Aushilfen managt Herzog das Geschäft. "Wir haben mit dem Standort Glück", gibt er zu und erwähnt, dass er während seiner fast 20 Arbeitsjahre teilweise außerhalb von Brandenburg stets wusste: "Ich wollte einmal in der Nähe meines Heimatortes sesshaft werden und was Eigenes aufbauen, höchstens im Umkreis von 20 Kilometern."

Das hat er nun geschafft und empfindet die Nähe zu Berlin als ausgesprochen hilfreich. Zwar weiß er nicht, wie viele Gäste aus der Hauptstadt kommen, aber die Mundpropaganda wirkt. "Wir setzen auf Qualität und Produkte von hier. Das zahlt sich aus, das mögen die Leute", hat er erkannt und aus Gesprächen mit Gästen erfahren, dass sein Einzugsgebiet sich ständig vergrößert.

Für die jetzige kältere Jahreszeit hat Herzog nicht nur der eigenen Vorliebe wegen die deftige Schiene eingeführt. Neben den süßen Sachen offeriert er eine kleine, aber feine Karte mit anderen Gerichten, die auch selbst in der Küche zubereitet werden. Ein reines Kaffeehaus funktioniert nur an idealer Stelle mit riesiger Laufkundschaft, hat Herzog festgestellt. Deshalb ist nicht zu vergessen das Frühstücksangebot am Wochenende, das sich zunehmender Beliebtheit erfreut. "Wenn sich die Gäste freuen, dann ist das für mich ein Erfolgserlebnis", sagt der Chef.

Adresse: Schloss-Café, Dorfstraße 27a in Schöneiche; Telefon 030 65075775; www.schlosscafeschoeneiche.de

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 11 bis 18 Uhr, Sonnabend, Sonntag, Feiertag 9 bis 18 Uhr, Montag und Dienstag Kreativpause

Preisspanne: Kugel Eis 1,20, Tasse Kaffee 2,50, Stück Kuchen 2,90, Stück Torte 3,90, Kaiserfrühstück für zwei 24,90 Euro

Spezialität: Torten und Blechkuchen aus eigener Herstellung ohne Aromen und Zusatzstoffe.

Und das steht an: Martin Herzog möchte ein Häuschen für den Außenverkauf errichten. Dafür müsste die Gemeinde aber die als Grünland ausgewiesene Fläche teilweise in Bauland umwidmen.

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