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Arbeitsagentur geht für 2017 von einer positiven Entwicklung aus

Zahl der freien Stellen steigt

Réne Matschkowiak / 01.02.2017, 06:17 Uhr
Frankfurt (Oder) (MOZ) Die offizielle Zahl der Arbeitslosen in Frankfurt ist im Januar um 223 auf 2956 gestiegen. Die Arbeitslosenquote wuchs von 9,1 Prozent Ende Dezember 2016 auf 9,9 Prozent. "Trotz gestiegener Arbeitslosenzahlen ist die Aussicht für das weitere Jahr positiv", erklärte am Dienstag Jochem Freyer, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit in Frankfurt. "Für Arbeitnehmer ist es eine sehr günstige Zeit, es gibt Jobs für alle Personenkreise. Wer Arbeit sucht und motiviert ist, der findet auch etwas", erklärte er bei der Präsentation des ersten Arbeitsmarktberichtes 2017.

Den Anstieg begründete er zum einen mit der winterlichen Witterung und damit, dass einige Zeitverträge zum Jahresende 2016 endeten. Er verwies darauf, dass aktuell 377 weniger Frankfurter arbeitslos gemeldet sind als im Januar 2016. Die Arbeitslosenquote von 9,9 Prozent sei in Frankfurt die niedrigste Quote seit der Wiedervereinigung, so Jochem Freyer.

Positiv stimmt den Chef der Agentur für Arbeit, dass die regionalen Unternehmen in keinem anderen Januar der vergangenen zehn Jahre mehr offene Stellen gemeldet haben als in diesem Jahr. "Vieles spricht dafür, dass die Arbeitskräftenachfrage in den kommenden Wochen weiter anziehen wird", betonte er. Bereits jetzt sei zu beobachten, dass Unternehmen, die früher ihre Arbeitskräfte über den Winter entlassen hatten, das jetzt nicht mehr so oft tun, da sie befürchten, ihre guten Arbeitskräfte nicht mehr wiederzubekommen.

"Die Arbeitgeber sollten bei künftigen Personalentscheidungen flexibel sein", erklärte Jochem Freyer. Nicht nur Fachkräfte sollten in die Auswahl mit einbezogen werden, sondern auch Hilfskräfte mit guten Perspektiven. Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter stellten neben anderen Programmen zusätzlich 1 Million Euro zur Verfügung, um Hilfskräfte zu Fachkräften auszubilden. Das funktioniere auch beschäftigungsbegleitend.

Sollte die Konjunktur stabil bleiben, sieht Jochem Freyer auch für die nächsten Jahre eine positive Entwicklung voraus. Wegen der geburtenstarken Jahrgänge von 1950 bis 1964 gehen in jedem der kommenden Jahre mehr Menschen in Rente. "Das sorgt für Nachfrage nach neuen Arbeitskräften."

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