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Golf-EM
Ein Sextett für Deutschland

Uwe Wuttke / 05.07.2018, 19:28 Uhr
Bad Saarow (MOZ) Noch vier Tage, dann startet in Bad Saarow die Golf-Mannschafts-Europameisterschaft, die erstmals seit 1969 wieder in Deutschland ausgetragen wird. 16 Teams werden von Dienstag bis Sonnabend um den Titel kämpfen. Ein deutsches Sextett möchte  dabei um die vorderen Plätze mitspielen.

Bundestrainer Ulrich Eckhardt gibt sich vor der fünftägigen Veranstaltung auf dem Nick-Faldo-Kurs des Arosa Scharmützelsee zufrieden. „Die Jungs sind alle extrem heiß auf die Heim-EM. Unser primäres Ziel ist es, uns nach den beiden Zählspielrunden für die entscheidenden drei Lochspiele zu qualifizieren. Dann ist alles möglich.“ Das von ihm nominierte Team um Lokalmatador Falko Hanisch aus Petershagen-Eggersdorf und den Berliner Timo Vahlenkamp sieht Eckhardt als sehr ausgeglichen und spielstark an. Der Bundestrainer stellt das deutsche Sextett kurz vor.

Falko Hanisch (18, GC Stolper Heide, großes Foto): „Falko hat schon große Turniere gewonnen wie zweimal die British Boys Amateur Championship. Er ist ein guter Lochspieler. Das ist wichtig für die EM“, sagt Eckhardt. Mit den Junioren wurde der Abiturient, der 2019 in Las Vegas ein Studium beginnt, 2016 schon Zweiter bei der Team-EM. Von seiner Ellbogenverletzung hat sich Hanisch, der mit sechs Jahren im Golfpark Schloss Wilkendorf bei Strausberg mit dem Golfen begann, rechtzeitig erholt. „Er hat bei der Einzel-EM gut gespielt und von den Ärzten grünes Licht bekommen“, freut sich der Bundestrainer. Die Stärke von Hanisch sind flache Bälle und das Putten. Gerade für einen windanfälligen Kurs wie in Bad Saarow sind das gute Eigenschaften.

Michael Hirmer (20, Stuttgarter GC Solitude): „Michael ist ein Spieler, den willst du in der Mannschaft haben, wenn es um die Wurst geht“, sagt Eckhardt. Der Stuttgarter gilt als extrem nervenstark. Und erfolgreich war er 2018 auch schon. Zum Saisonauftakt gewann er mit der Red Sea Egyptian Classic überraschend ein Profi-Turnier in Ägypten. Nach einem kleinen Tief 2017 hat er sich wieder gefangen. Sein Geheimnis: „Ich habe mein Krafttraining intensiviert.“

Marc Hammer (19, GC Mannheim-Viernheim): „Marc hat sich mit sehr konstanten Leistungen in den vergangenen Wochen in die Mannschaft gespielt. Er ist extrem nervenstark, egal in welcher Situation er gerade steckt“, lobt Eckhardt. Hammer feierte 2017 mit dem Sieg bei den deutschen Meisterschaften der Männer seinen bisher größten sportlichen Erfolg. Er wurde gemeinsam mit Hanisch Zweiter der Team-EM der Junioren 2016. Seine größte Stärke ist das kurze Spiel und das Putten.

Jannik de Bruyn (18, Golfclub Hösel): „Jannik hat sich in den vergangenen beiden Jahren enorm entwickelt und steht bereits in der Weltrangliste. Er ist ein sehr konstanter Spieler“, sagt Eckhardt. Im vergangenen Jahr gewann de Bruyn nach seinem starken 3. Platz bei der Allianz German Boys Open nicht nur die NRW-Meisterschaft der Männer, sondern wurde in der Altersklasse bis 18 Jahre Deutscher Einzelmeister. 2018 belegte der Mönchengladbacher, der sich sehr für Fußball interessiert, Platz 2 bei der stark besetzten St. Andrews Links Trophy in Schottland. Seine größte Stärke ist das Eisenspiel.

Timo Vahlenkamp (20, GC Stolper Heide): „Timo ist wie Michael Hirmer ein Spieler, den du brauchst, wenn es eng wird. Dabei wird er aufgrund seiner Körpergröße gerne unterschätzt. Das kann im Lochspiel ein Vorteil sein“, sagt Eckhardt. Dabei ist der in Halle/Westfalen geborene, 1,70 Meter lange Vahlenkamp schon seit Längerem ein international erfolgreicher Spieler. Seinen Platz im Team sicherte er sich vor zwei Wochen als bester Deutscher mit Platz 9 bei den British Amateur Open. Auch der Fußballfan und Berufssoldat gehört zum Junioren-Vizeeuropameisterteam von 2016, wurde im selben Jahr deutscher Jugendmeister. Seine größte Stärke beim Golfen ist das kurze Spiel.

Hurly Long (22, GC Mannheim-Viernheim): „Hurly ist unser bester Spieler auf dem Papier. Auf ihn können wir uns blind verlassen“, sagt Eckhardt. Der gebürtige Heidelberger lebt und spielt seit vier Jahren in den USA, vertritt Deutschland aber regelmäßig bei EM und WM, zuletzt 2016 in Mexiko. Sportlich hat er sich hohe Ziele gesetzt. Long will in die Top 10 der Weltrangliste und Major-Turniere gewinnen. 2017 schrieb der Bundesliga-spieler Geschichte, als er auf den Pebble-Beach-Links-Kurs eine 61er-Runde spielte und damit den Platzrekord von Profi Tom Kite aus dem Jahr 1983 unterbot. Seine größte Stärke ist die mentale Stärke.

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