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Pfingst-Etappe der Tour de MOZ führte vom Helenesee aus ins Schlaubetal / Wissensvermittlung in den Pausen

Himmel, Hölle und Schmalzstullen

Los geht's: Nach dem Startschuss am Hauptstrand des Helenesees verlassen die Radler den Campingpark und fahren auf der Tour de MOZ ins Schlaubetal.
Los geht's: Nach dem Startschuss am Hauptstrand des Helenesees verlassen die Radler den Campingpark und fahren auf der Tour de MOZ ins Schlaubetal. © Foto: Lisa Mahlke
Lisa Mahlke / 16.05.2016, 16:17 Uhr - Aktualisiert 18.05.2016, 09:02
Frankfurt (Oder) (MOZ) Am Pfingstsonnabend führte die Tour de MOZ durch das Schlaubetal. Die etwa 70 Radfahrer starteten am Helenesee und fuhren unter anderem durch Schlaubehammer, zur Ragower Mühle und nach Müllrose. Tourleiter Jürgen Sobeck versorgte die Radler mit Anekdoten und Sagen aus der Region.

"Morgen, Wolfgang", grüßt ein Radler. "Bist du zurück aus dem Urlaub? War es gut?", lautet die Antwort - man kennt sich auf der Tour de MOZ. Wolfgang Ulm aus Gorgast zum Beispiel hat seit 2005 bereits 125 Touren mitgemacht. "Die meisten Leute kenne ich, viele kommen immer wieder", erzählt er am Sonnabendvormittag. Was ihm besonders gut gefällt, ist, dass man die Welt als Radfahrer ganz anders wahrnehmen könne als wenn man Auto fährt.

Am Pfingstwochenende radelten die Teilnehmer der Tour de MOZ zum Helenesee, einem beliebten Freizeitziel.
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Tour de MOZ zur Helene

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Anne und Günter Müller nehmen zum ersten Mal teil. "Wir wohnen in Markendorf und sind gleich mit dem Fahrrad hergekommen", sagen sie. "Es macht Spaß, in der Gruppe zu fahren."

Etwa 70 Teilnehmer starten mit ihren Drahteseln am Helenesee. Wanderleiter Jürgen Sobeck führt die 35 Kilometer lange Fahrradtour. Seine Devise bei Wanderungen ist, kein Powerwalking zu machen, sondern "Genusswandern" - und genauso genussvoll solle auch das Radfahren am Sonnabend sein. Man müsse die Chance haben, schauen zu können und auch mal stehenzubleiben. Sportlicher Ehrgeiz sei nicht das Ziel. "Wir haben ein paar sehr junge Teilnehmer, das heißt, sie haben kürzere Beine", unterstreicht er außerdem, bevor es losgeht.

Für die neunjährige Letizia Helbig und ihre siebenjährige Schwester Lorina ist die Tour in der Tat etwas anstrengend, macht aber auch Spaß. Es ist die erste so große Fahrradtour für die beiden Mädchen. "Es ist beachtlich, dass sie so was mitmachen", staunt Reinhard Radke aus Beeskow, der zum dritten Mal bei der Tour de MOZ mitmacht.

Diesmal führt sie vom Helenesee über Schlaubehammer, Kaisermühl, die Ragower Mühle, nach Mixdorf, Kupferhammer, den Schervenzsee, Schernsdorf und Müllrose. An den verschiedenen Haltepunkten versorgt Tourleiter Jürgen Sobeck die Teilnehmer mit historischen Fakten, Wissenswertem zur Region und der ein oder anderen Sage. Zwischen Ragower Mühle und Mixdorf erklärt er zum Beispiel, woher der Aussichtspunkt "Himmel und Hölle" seinen Namen hat. "Willkommen im Naturpark Schlaubetal", heißt es beim nächsten Stopp. Jürgen Sobeck erzählt zum Beispiel von Orchideen, die im Schlaubetal wachsen, und von "Tieren mit Migrationshintergrund", wie dem Mink aus Nordamerika und dem Marderhund aus Ostasien.

"Ich finde sehr gut, dass man immer Informationen über die einzelnen Stationen bekommt", lobt nicht nur Detlef Glöckner aus Frankfurt. Ihm gefällt außerdem, dass es ein "gemütliches Radeln" ist. "Man kommt eigentlich immer gut mit, auch wenn man nicht trainiert ist."

Am Schervenzsee stärken sich die Radler am Imbissstand, manche haben aber auch eigene Verpflegung dabei. Schmalzstullen sind die passende Stärkung für Reinhard Radke. "In meinem Rucksack ist alles, was ich brauche", erzählt der 72-Jährige. Außer Schmalzstullen hat er sich Wasser eingepackt, und auch Werkzeug und Ersatzteile dürfen nicht fehlen.

Letizia, Lorina und Leandra Helbig, ihr Papa Steffen Dorendorf und seine Partnerin Yvonne Pohl haben ebenfalls alles für ein Picknick dabei: Stullen, Bananen, Äpfel, Knoppers, Apfelsaft und Wasser sorgen für die nötige Kräftigung der fünf Radler aus Königs Wusterhausen.

Ingrid Strauch aus Brieskow-Finkenheerd nutzt die Pause am Schervenzsee sogar dafür, schwimmen zu gehen. "Es ist richtig schön angenehm", sagt sie. "Jetzt kann die Fahrradtour weitergehen."

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