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Erfolgreiche Tour entlang der Oder

Unterwegs im Oderbruch: 90 Frauen und Männer aus der Region legten am Sonnabend die 52-Kilometer-lange Strecke zurück. Besonders waren in diesem Jahr die historischen Kurz-Vorträge von Letschins Bürgermeister Michael Böttcher.
Unterwegs im Oderbruch: 90 Frauen und Männer aus der Region legten am Sonnabend die 52-Kilometer-lange Strecke zurück. Besonders waren in diesem Jahr die historischen Kurz-Vorträge von Letschins Bürgermeister Michael Böttcher. © Foto: Matthias Lubisch
Josephin Hartwig / 07.08.2016, 22:18 Uhr
Gorgast (MOZ) 90 begeisterte Radfahrer trafen sich am Sonnabend in Gorgast zur Tour de MOZ. Gesellschaft, Reifen und Wetter spielten hervorragend mit. Tourführer Wolfgang Ulm will auch im nächsten Jahr wieder mitmachen.

Die Wasserflaschen werden aufgefüllt, die Rucksäcke gut verstaut, der Helm richtig festgezurrt. Entfernt kräht ein Hahn am Fort Gorgast, als sich die Fahrradfahrer am Sonnabend auf den Weg machen.

Wolfgang Ulm führt Rad-Touren der MOZ schon seit einigen Jahren. "Das fing an, als ich mal für jemanden eingesprungen bin", sagt er. Seitdem habe der 56-Jährige großen Spaß daran, den Teilnehmern die Oderbruchregion nahe zu bringen. Im vergangenen Jahr sei es zur Fahrt so heiß gewesen, dass Ulm aufpassen musste, dass es allen Teilnehmern gesundheitlich auch gut geht. "Zum Glück ist niemand kollabiert", sagt der Tourenführer. Ein Wetter wie am Sonnabend sei für die Radler eigentlich optimal.

Die Teilnehmer sind teilweise von weit her gekommen. Sigmund Brestel aus Hoppegarten etwa. Er fährt fast jede Tour de MOZ mit, seit nunmehr vier Jahren. Auch seine Frau Margit ist dabei. "In Gemeinschaft zu fahren ist einfach schön. Außerdem ist das auch immer eine willkommene Abwechslung", sagt sie. Die Tour nutzt das Paar, um andere Ecken Brandenburgs besser kennen zu lernen und auch mal alleine Fahrten zu Orten zu unternehmen, die sie erst durch die Tour de MOZ kennen gelernt haben.

Am weitesten hatten es wohl die Schwestern Emily und Hannah Bode. Sie wohnen in England und verbringen die Ferien bei ihren Großeltern im Oderbruch. "Eine Tour machen wir jedes Jahr mit, das gehört zum festen Ferienprogramm", erklärt Hannah.

Jürgen und Lisbeth Hübner aus Eberswalde sind im Vergleich zu anderen Teilnehmern noch "Frischlinge". Erst seit einem Jahr radeln sie mit. "Ich musste in diesem Jahr auch ein paar Touren aussetzen, weil ich mir das Sprunggelenk gebrochen hatte", erklärt der Rentner. Deshalb freue er sich besonders auf die Tour von Gorgast über Kienitz, Letschin, Zechin und am Oderdamm entlang. "Man lernt einfach sehr gut die Landschaft kennen und es hält jung", sagt Jürgen Hübner.

Inzwischen ist die jährliche Tour zu einem Treffen alter Bekannter geworden. Wenn es schon im Alltag nicht klappt, so ist die Tour de MOZ immer ein Anlass für ein Wiedersehen. Die 72-jährige Christa Last aus Storkow hat ihren Fahrradpass schon fast komplett voll. Es ist ihre sechste Tour in diesem Jahr. "Um fit und gesund zu bleiben ist Fahrrad fahren sehr gut. Die Gelenke bleiben geschmeidig", sagt sie. Seit sie und ihr Mann sich regelmäßig auf den Sattel schwingen, seien einige Beschwerden weniger geworden. "Und mit vielen Menschen zusammen macht es gleich doppelt so viel Spaß", sagt die Rentnerin. "Inzwischen sind Freundschaften entstanden mit Menschen, die wir mal bei einer Tour de MOZ kennen gelernt haben."

52 Kilometer weit radelt die Gruppe um Wolfgang Ulm - zwei Kilometer länger als geplant - mit Halt am Erlenhof und am Panzer in Kienitz. Dort stieß auch Letschins Bürgermeister Michael Böttcher zu den Radlern und erzählte Historisches zu den Orten. "Das war eine schöne Bereicherung und er hat das toll gemacht", sagt Wolfgang Ulm. Für Kaffee und Kuchen ist im Gorgaster Café Berger eingekehrt worden.

Die 90 Frauen und Männer bilden eine radelnde Kette entlang der Straßen. Vorneweg fährt Tourenführer Ulm, Schlusslicht bildet Lucio Schwethelm, der logistische Aufgaben übernommen hatte. "Es war eine tolle Fahrt", fasst Wolfgang Ulm zusammen. Er wolle auch im nächsten Jahr wieder mit den Menschen der Region durch seine Heimat radeln.

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