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Hohenwutzenerin kritisiert Lkw-Verkehr auf Oderdeich

Je früher, desto schneller

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steffen goettmann / 30.11.2011, 08:24 Uhr - Aktualisiert 30.11.2011, 10:47
Hohenwutzen (MOZ) Der Verkehr schwerer Lkw auf der Verbindungsstraße nach Hohensaaten beschäftigt die Gemüter. Die dadurch heraufbeschworene Gefährdung des Oder-Deiches in Hohenwutzen macht Renate Erdmann seit der Übergabe der neuen Straßenbrücke Hohensaaten Sorgen.

Sie bewohnt mit ihrer Familie das letzte Haus von Hohenwutzen an der Verbindungsstraße nach Hohensaaten: „Als die Straße 2002 neu gebaut worden war, wurde genau an unserem Grundstück der Anschluss an die Deichstraße gebaut“, berichtet Renate Erdmann am MOZ-Lesertelefon.

Durch den Lkw-Verkehr sei die Fahrbahn bereits quer durchgerissen und habe sich an der Stelle des Anschlusses auch schon gesenkt. „Dass der Deich davon keinen Schaden genommen haben sollte, kann ich mir nicht vorstellen“, sagte Renate Erdmann.

Als zweites Problem schildert sie den Begegnungsverkehr von Kiestransportern. Für den reiche die Straßenbreite bei weitem nicht aus. Regelmäßig müssten die Laster auf den Seitenstreifen ausweichen. „Ich warte nur noch darauf, dass mal einer bei uns im Schlafzimmer steht“, meint sie sarkastisch. Dabei sei vor allem festzustellen, dass die 40-Tonner früh bei Schichtbeginn – Renate Erdmann sprach von 3.45 Uhr – unverhältnismäßig schnell fahren würden. Wohl weil sie keine Polizeikontrolle befürchten müssen. Tagsüber hielten sie sich dann weitgehend an die vorgeschriebenen Geschwindigkeiten, doch seien die Erschütterungen besonders in den Morgen- und Abendstunden erheblich. Familie Erdmann verzeichne durchaus auch Risse in den Hauswänden. Renate Erdmann betont: „Die Straße ist einst zur Deichverteidigung gebaut worden, nicht für den Kiestransport.“

Angesichts der im Falle der Sperrung des Oder-Deiches für schwere Lkw drohenden zusätzlichen Belastungen für die Neuenhagener Bürger, würde Renate Erdmann als Kompromisslösung vorschlagen, zunächst eine Geschwindigkeitsbegrenzung für die Straße festzulegen.

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R.Z. 30.11.2011 - 10:05:51

Kies aufs Wasser

Demnächst könnte man ja die superlangen Giga-Liner auch für den Kiestransport umrüsten, dann reduziert sich die Anzahl der Fahrzeuge - bringt aber nix, da die Radlast sicher auch höher wäre und die Straße noch mehr leiden würde. In den letzten Jahren heben die Straßen von Neuendorf nach Oderberg und von Oderberg nach Neuenhagen auch erheblich gelitten. Da wird ganz in der Nähe ein neues Schiffshebewerk gebaut, die Kiesgrube liegt auch am Kanal und wie man hört, ist ein Großteil des Kieses für Berlin bestimmt. Das Geld, was für die Erhaltung und Reparatur der Straßen nötig ist, sollte so umverteilt werden, dass Transporte per Schiff gefördert werden.

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