Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Zum EU-Projekt gegen Autodiebe
Erfolg mit Fragezeichen

Dietrich Schröder
Dietrich Schröder © Foto: Gerrit Freitag
Meinung
Dietrich Schröder / 18.11.2019, 20:03 Uhr - Aktualisiert 18.11.2019, 20:22
Frankfurt (Oder) (MOZ) Nach Abschaffung der Grenzkontrollen an Oder und Neiße war die Zahl der Autodiebstähle und anderer Verbrechen in die Höhe geschnellt. Denn im Gegensatz zu Polizisten und Staatsanwälten, die weiter an nationale juristische Hürden gebunden waren, konnten Verbrecher die offenen Grenzen voll für sich ausnutzen.

Berlin und Brandenburg waren für sie wie Selbstbedienungsläden. Nach über einem Jahrzehnt haben deutsche, polnische, tschechische und weitere Ermittler jedoch gezeigt, wozu auch sie in der Lage sind, wenn man sie nur kooperieren lässt. Das von EU und Europol geförderte Projekt "Limes" hat die Entstehung gemeinsamer Ermittlungsgruppen ermöglicht, die bis dahin schon allein daran scheiterten, weil für Dienstreisen ins Nachbarland kein Geld vorhanden war. Dass dieses erfolgreiche Projekt nun einfach ausläuft und es den Anstrengungen der Polizeibehörden überlassen bleibt, sich auch künftig um ähnliche Förderung zu bemühen (was frühestens möglich ist, wenn der neue EU-Haushalt 2021 steht), ist ein Skandal. Die Autodiebe werden schnell registrieren, wenn der Druck auf sie nachlässt.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.
Ralf H. Janetschek 19.11.2019 - 13:01:06

Die beste Strategie gegen Autodiebe: ein Schlagbaum!

Die beste Strategie gegen Autodiebe: ein Schlagbaum! Alles andere ist organisierte Volksverblödung.

Norbert Wesenberg 19.11.2019 - 12:38:57

Denke mal,...

...das dieses Thema in Brüssel kaum jemand interessiert und es beweist nur, von welchen Flachzangen wir regiert werden. Und was die "sinkende Kriminalität" angeht, so widerlegen die täglichen Polizeiberichte in der Lokalpresse diesen Unsinn. Schließlich ist es einfacher die dadurch entstandenen Schäden , die in die Hunderttausende und Millionen gehen, einfach bei den Bürgern und Unternehmen ab zu laden. Für Brüssel, Berlin und Potsdam gibt es deshalb nur den Daumen runter.

Paul Müller 18.11.2019 - 20:57:53

:) Erstaunliche Zahlen ...

... berichtete die Qualitätspresse doch damals noch von sinkender Grenzkriminalität: https://www.morgenpost.de/politik/article103207515/Offene-Grenze-senkt-die-Kriminalitaet.html zum Glück leide ich unter Alzheimer und habe den Artikel hier gleich wieder vergessen ...

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG