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Kontrollpunkte blitzschnell verlegt
Zweiter Schwerpunkteinsatz der Bundespolizei an Binnengrenzen zu Polen

Kerstin Unger / 20.12.2019, 06:00 Uhr - Aktualisiert 21.12.2019, 14:08
Angermünde (MOZ) Am Mittwoch kam es erneut zu größeren Kontrollen der Bundespolizei an den Grenzübergängen nach Polen. Es war der zweite Schwerpunkteinsatz der Bundespolizei innerhalb der abgestimmten Binnengrenzfahndung.

Bundesinnenminister Seehofer hatte die verstärkten Kontrollen und Fahndungsmaßnahmen an den Grenzen angeordnet, um Migrations- und Urkundenkriminalität zu bekämpfen. "Dabei handelt es sich um keine stationären Grenzkontrollen, sondern um mobile, flexible und zeitlich begrenzte Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen an der Binnengrenze, um Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz zu verhindern und vorliegende Haftbefehle zu vollstrecken", erklärt Polizeihauptkommissar Kai Ruddies von der Angermünder Bundespolizeiinspektion. Jetzt fand der zweite Schwerpunkteinsatz aller drei Grenzinspektionen an der deutsch-polnischen Binnengrenze des Landes Brandenburg mit Nutzung der Hubschraubersprungfahndung statt. Der Angermünder Bereich bekam dafür Unterstützung von acht Kollegen der Blumberger Abteilung. Der Hubschrauber flog zuerst die ehemalige Kontrollstelle am Grenzübergang Mescherin an. Danach ging es weiter nach Rosow, Hohenwutzen und Schwedt. Jeweils für eine Stunde wurde dabei der Einreiseverkehr aus Polen kontrolliert.

Eine Hubschraubersprungfahndung zeugt von intensivierten Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen an der deutsch-polnischen Binnengrenze im Kampf gegen illegale Einreisen. Mit dem Transporthubschrauber vom Typ „Super Puma“ ging es für die Beamten der Beweissicherungs- und Festnahme-Hundertschaft aus Blumberg von Mescherin über Rosow und Hohenwutzen nach Schwedt.
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Bei verstärkten Kontroll- und Fahndungsmaßnahmen an der Binnengrenze zu Polen im Land Brandenburg wurden seit dem 10. November 35 459 Personen kontrolliert. Dabei gab es 285 Fahndungstreffer, davon 89 Verstöße gegen das Aufenthaltsgesetz und 176 sonstige Straftaten. Sieben Personen wurden in Haft genommen. Sechs Personen reisten illegal ein oder missachteten die Frist für eine Wiedereinreise. Es gab drei Zurückweisungen und 13 Abschiebungen. Zwölf Personen reisten freiwillig aus.

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