Anfang der 1980er Jahren taten sich zwei heutige Ikonen des Kinos zusammen, um einem Filmgenre neues Leben einzuhauchen. George Lucas und Steven Spielberg beschlossen, nach der Idee des Star-Wars-Erfinders einen Abenteuerfilm zu inszenieren, wie es ihn bis dahin noch nicht gab.

Harrison Ford wird zum Markenzeichen

Für damaligen Verhältnisse sehenswerte Spezialeffekte, eine Story, die sich so sehr an bekannte Mythen und Legenden anlehnte, dass man sie wohl als wahr empfand, sowie eine rasante und zugleich mitunter freche Machart des Geschehens, mit einem Helden, der Mut, Witz und Männlichkeit ausstrahlte. Indiana Jones war geboren und bekam mit Harrison Ford ein Gesicht, das mittlerweile Markenzeichen für das Genre geworden ist.
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„Jäger des verlorenen Schatzes“ kam 1981 in die Kinos und spielte weltweit mehr als das zwanzigfache der Produktionskosten ein. Ein Erfolg, den sowohl Helmut Karasek mit seinem Verriss im „Spiegel“ wie auch Klaus Kinski mit seiner brüsken Ablehnung eines Rollenangebotes nicht zu schmälern vermochten. On top gab es vier Oscars, wenn auch vor allem in technischen Kategorien.

Drei Indy-Fortsetzungen

Keine Frage, das verlangte nach einer Fortsetzung. Es wurden dann derer drei. „Indiana Jones und der Tempel des Todes“ folgte nur drei Jahre später und ereilte das Schicksal vieler Versuche, einen Erfolg zu wiederholen. Schnell und unterhaltsam, aber von allem etwas zu viel und in der Grundhaltung nicht unumstritten. Immerhin, ein Oscar sprang noch heraus. Wiederum fünf Jahre später übertraf sich dann Spielberg selbst. Was allerdings nicht nur an der pfiffigen Geschichte um den Heiligen Gral und das Jugendleben des Helden lag, sondern auch, weil man Ford mit Sean Connery einen kongenialen Partner zu Seite gab.

Im Duett mit Sean Connery

Das hob „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ abseits der Action auch dialogseitig auf eine neue Stufe. Zudem kamen erstmals großflächig Computer-Animationen zum Einsatz, die das Publikum ein ums andere Mal in Erstaunen versetzen. Nunmehr war auch die Kritik des Lobes voll, Spannung und Timing der Handlung setzten neue Maßstäbe im Abenteuerfilm. Und kommerziell wurde der dritte Teil ohnehin ein Erfolg und kratzte an der halben Milliarde allein bei den Kino-Einnahmen.

Abenteuer im Kalten Krieg

Dennoch dauerte es fast 20 Jahre, bis Spielberg sich erneut des Themas annahm. „Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels“ spielte folgerichtig dann aber auch weit nach den vorherigen Teilen. Statt mit Nazis musste sich Indy nun mit russischen Agenten im Kalten Krieg herumplagen. Mit von der Partie waren seinerzeit dann Schauspielkollegen, die heute immer noch aktiv sind, Cate Blanchett und Shia LaBeouf etwa. Mittlerweile bestimmten CGI-Effekte das Geschehen, was dem bisher letzten Teil ein wenig die Atmosphäre des oldschool Abenteuerfilms nimmt. Mit einer dreiviertel Milliarde Dollar Einspiel machten die Produzenten wieder richtig Kasse, gleichwohl die Kritiker nicht mehr so wohlwollend reagierten.

Bestes Bild fürs Heimkino

Fürs Heimkino wurden alle vier Teile bisher nur auf DVD angeboten. Nun hat sich Paramount die Mühe gemacht, das Gesamtpaket auch technisch für eine neue Zeit aufzuarbeiten. Die Original-Negative wurden einem 4-K-Scan unterzogen und neu gemastert. So steht mit der 4K-Collection zum 40. Jahrestag des ersten Indy-Abenteuers das derzeit beste Bild in Sachen Auflösung zur Verfügung. Für satte Farben und sehr gute Kontraste sorgen Dolby Vision und HDR-10. Spielberg selbst hat das Endergebnis abgenommen. Und tatsächlich, die Effekte sind verblüffend. Angesichts seines Alters überzeugt dabei vor allem der Auftaktfilm mit unglaublicher Schärfe und detailgetreuer Darstellung.

Komplett neuer Ton, auch Dolby Atmos

Aber auch beim Ton hat sich etwas getan. In den Studios von Skywalker Sound wurden unter der Aufsicht des legendären Sounddesigners Ben Burtt die Spuren neu abgemischt. Herausgekommen ist dabei Dolby TrueHD 5.1 für die deutsche Fassung. Wer auf die englische schaltet, bekommt gar das volle Dolby Atmos Erlebnis, was den Betrachter noch mehr mitten ins Geschehen zu versetzen mag.

Indiana Jones 4K Ultra HD-Collection

Genre: Abenteuer; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 485 Minuten; Verleih: Paramount HE; Regie: Steven Spielberg; Harrison Ford, diverse; USA 1981 - 2021

Verlosung

Es gibt Komplettboxen der 4K UHD Collection zu gewinnen. Wer Interesse hat, sendet eine Mail an:
gewinnspiel@moz.de
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.