Alles sechs Jahre schrammt eine riesiger Meteorit knapp an der Erde vorbei. Die Begegnung wäre eigentlich ungefährlich, wenn sich nicht gleichzeitig ein Tor zu einer anderen Welt öffnen würde. Durch dieses gelangt Bax, Anführer einer Alien-Truppe, die in regelmäßigen Abständen die Erde besucht, um sich hier kräftemäßig mit den Besten in Sachen Jiu Jitsu zu messen.

Außerirdischer Wettbewerb

Der Wettbewerb ist dabei keine freiwillige Angelegenheit. Denn sollten die Menschlinge sich weigern, die womöglich tödliche Auseinandersetzung anzunehmen, droht nicht weniger als der Untergang der gesamten Zivilisation. Insofern sind die Erdenbewohner gezwungen, auch stets Nachwuchs für die Fights vorzuhalten. Eine nicht unwichtige Rolle spielt dabei Schwertmeisters Wylie. Der kennt nämlich die Außerirdischenaus eigener Erfahrung und steht so stets mit passenden Ratschlägen für seine Nachfolger bereit.
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Auch wenn er mit martialischer Mine und schwertschwingend auf dem Cover im Vordergrund steht, Nicolas Cage spielt hier nur eine untergeordnete Rolle. Mancher mag nun aufatmen, da die jüngeren Produktionen des einstigen Oscar-Preisträgers weit weg von preiswürdig waren. Das allerdings rettet den Film von Dimitri Logothetis nicht wirklich. Nicht nur, dass die Story echt unterirdisch ist, auch deren Umsetzung dürfte an allen vorbeigehen, die dem Martial-Arts weniger verfallen sind. Die Fights selbst wurden dabei sogar ganz ordentlich in Szene gesetzt, gleichwohl sich nicht erschließt, warum manche Szenen in Zeitlupe laufen. Inhaltlich gesehen war es das dann auch. Erklärungen, warum und wie das alles geschieht, darf man nicht erwarten.

Ein Film für Martial-Arts-Fans

In Sachen Setting kann die Produktion auch nicht so recht überzeugen. Schauplatz ist angeblich Burma oder Miramar. Und tatsächlich bewegen sich die Kämpfer mitunter auch vor dem Hintergrund von typischen Dschungel-Tempeln. Die Kämpfe dann aber finden in Gegenden statt, die nicht zum Landschaftsbild Asiens passen wollen. Und auch wenn die Spezialeffekte bemüht wirken, alles in allem kommt der Streifen über den Status eines B-Movies nicht hinaus. Fans von Martial-Arts können aber ruhig einen Blick riskieren.

Jiu Jitsu


Genre: Action; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 102 Minuten; Verleih: Capelight; Regie: Dimitri Logothetis; Alain Moussi, Nicolas Cage, Raymond Pinharry; USA 2020