Wenn die Emotionen mit Eric durchgehen, steht er in Flammen - sprichwörtlich. Das ist für andere tödlich, für den jungen Mann zumindest schmerzhaft. Nachdem ein unbelehrbarer Teenager so ums Leben gekommen ist, wird Eric verhaftet. Doch wegen seiner Kräfte, die er nicht kontrollieren kann, wird sein Transport zum Problem.

Superkräfte Gefahr für sich und andere

Hier soll die junge Psychologin Christine helfen. Die findet Zugang zu dem jungen Mann, der nach einem verheerenden Feuer mit vielen Toten lange Zeit einsam im Wald gelebt hat. Sie versucht zu ergründen, was Eric weiß und was nicht. Das Ergebnis ist ernüchternd. Außer, dass, wenn er sich aufregt, ringsum die Temperaturen steigen, kann der Ami mit norwegischen Wurzeln nichts zur Aufklärung beitragen.
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Da weitere Unfälle und Vorkommnisse erneut Opfer fordern, wird beschlossen, die Gefahr ein für allemal zu beseitigen. Ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, an dem Eric und Christine am Ort des ersten Feuers der Ursache der Superkräfte ganz nah sind.

Thor’s Erbe in der Neuzeit

Zu dieser Stelle sind aber knapp zwei Drittel der Laufzeit schon rum. Und bis dahin ist die Geschichte zwar recht mystisch, teils auch spannend, aber so wirklich in die Gänge will sie nicht kommen. André Øvredal verheddert sich ein wenig darin, nordische Mythologie bis hin zu Thor in der Neuzeit zu verorten, will dabei aber die Katze nicht zu zeitig aus dem Sack lassen.
Der Schlussspurt ist dann zwar ganz ansehnlich, weckt jedoch Erwartungen, die das Gesamtprodukt nicht wirklich zu erfüllen vermag. So hätte man sich das Ende in die Mitte der Handlung gewünscht und danach eine ordentlich Haudrauf-Geschichte, in der plötzlich Thors Nachfahre im heutigen Norwegen mal so richtig den Hammer schwingt.

Mortal


Genre: Fantasy; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 100 Minuten; Verleih: Ascot; Regie: André Øvredal; Nat Wolff, Iben Arkelie, Per Frisch; GB/N 2020