Weil sie die sehr gute Partie nicht machen will, sich der Heirat in die Oberschicht verweigert, muss Uma für einige Zeit nach Paradise Hills. Die Einrichtung ist dafür bekannt, aus widerborstigen höheren Töchtern gefügige Familienlieblinge zu machen. Vor Ort allerdings schwant dem Teenager alsbald, dass hier einiges nicht mit rechten Dingen zugehen kann.

Zwischen Fantasy und Sci-Fi

Die Runde der anwesenden Girls indes ist eine illustre. Gar ein Popstar ist unter den Patientinnen, die nach einem streng geregelten Tagesablauf und mit vorgeschriebenen Mahlzeiten leben müssen. Dazu gibt es eine tägliche Portion psychologische Erinnerungsauffrischung, die unterschiedliche Reaktionen hervorruft. Doch nichts davon scheint Uma angebracht, ihre Meinung zur Heirat und dem künftigen Gatten gegenüber zu ändern. Soll es auch gar nicht, wie das Mädchen eines nachts herausfindet, nachdem sie nicht wie sonst üblich, ihr Getränk am Abend zu sich genommen hat.
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Irgendwann in der Zukunft, irgendwo auf diesem Planeten ist die Story angesiedelt. Fliegende Autos verorten das Geschehen zeitlich, die bunten, teils an höfische Kleidung im 18. Jahrhundert angelegten Kostüme sowie auch teils die Verhaltensweisen machen eine genauere Einordnung aber schwer. Holografie ist alltagstauglich, was ein wenig im Gegensatz zu den anderen Umständen steht. Alice Waddington hat die Geschichte nicht nur optisch, sondern auch inhaltlich fast in Märchenform angelegt, mit einer gehörigen Portion Fantasy. Optisch zumindest ist dies alles außerordentlich gut, sehr bunt und einprägsam gelungen. Das Setdesign eine Augenweide.

Milla Jovovich als diabolische Hausherrin

In Sachen Handlung bleibt die Regisseurin dann allerdings etwas zu sehr dem Plüschigen verbunden. So richtig vorwärts gehen will es nicht, was natürlich auch die Spannungskurve flach hält. Vor allem die Neugier, wohin das alles führen soll und zu welchem Zweck, hält den Zuschauer bei Laune. Einzig Milla Jovovich als diabolische Hausherrin vermag etwas Abwechslung in den sonstigen Gleichklang zu bringen. Dabei ist die dann doch einigermaßen überraschende Aufklärung der Geschichte nicht einmal schlecht gelungen. Auf dem Weg dorthin hätte jedoch deutlich mehr Drive der Handlung gut getan.

Paradise Hills


Genre: Fantasy; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 95 Minuten; Verleih: Koch: Alice Waddington; Emma Roberts, Milla Jovovich, Danielle Macdonald; USA/Sp 2019