Nachdem ein vermeintlicher Wintersturm über das Reservat von Dani getobt war, findet sich der Teenager als einzige Überlebende in einer Klinik wieder. Die anwesende Ärztin gibt dem Mädchen zu verstehen, dass es sich aber nicht um ein normales Krankenhaus handelt. Und tatsächlich, die vier weiteren Anwesenden sind nicht etwa krank, sondern nur anders.

Mutation Gefahr für alle

Sie entwickeln besondere Fähigkeiten, Mutationen, die sich Stück für Stück herausstellen. Die junge Cheyenne allerdings stellt bei sich keine Veränderungen fest und fragt nicht nur sich, ob sie hier wirklich an der richtigen Stelle ist. Bereits kurze Zeit später jedoch ereignen sich im abgelegenen Gebäudekomplex Dinge, die ihre Mitstreiter wie auch Dr. Reyes so sehr beunruhigen, dass schließlich beschlossen wird, das Mädchen zum Schutz der anderen zu beseitigen. Das wiederum wollen die Mitstreiter nicht geschehen lassen, selbst mit Hinblick daraufhin, dass Danis Fähigkeiten alle in Gefahr bringen.
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Vor einer gefühlten Ewigkeit geplant und mit reichlich Verspätung in Angriff genommen, durch weitere Ereignisse immer wieder ausgebremst kommt nun der X-Men-Spin-Off zur Fanbase, da das Kapitel der Mutanten eigentlich abgeschlossen ist. Daher scheint unklar, ob aus dem geplanten Dreiteiler einmal etwas wird. Dass „The New Mutants“ nur der Beginn von etwas ist, merkt man dem Film an allen Ecken an. Zu sehr nimmt sich Josh Boone anfangs Zeit, die Figuren einzuführen und zu offen bleiben manche Bezüge wie auch das Ende selbst.

Düstere Coming-of-Age-Geschichte

Dazwischen geht es mal mit gebremsten Schaum und mal mit richtig Druck zur Sache. Gleichwohl, der Rhythmus will nicht immer passen. Während die zweite Filmhälfte sowohl in Sachen Tempo wie auch Handlung gut und durchaus schaurig unterhält, hat man die Zeit davor den Eindruck, dass es vor allem eine Coming-of-Age-Geschichte ist. Sicher, die Entwicklung vom normalen Teenager zum Mutanten, der ja immer noch Mensch ist, wird behutsam aufgearbeitet, inklusive erster Liebeserfahrungen gleichgeschlechtlicher Art. Aber der relativ überschaubare Personenkreis im abgeschlossenen Terrain sorgt dabei für so manche Länge.

4K UHD lässt Muskeln spielen

Später dann, wenn vor allem Danis Fähigkeiten zum Tragen kommen, bleibt die Aufmerksamkeit bei der Handlung. Nicht nur, weil es ungewohnt fast schon Richtung Horror geht. Das ist cool gemacht und passt auch in Sachen Spezialeffekte. Hier kann die 4K UHD deutlich die Muskeln spielen lassen. Denn in den vor allem dunklen Abschnitten des Geschehens sorgt HDR 10 dafür, dass sattes Schwarz alle anderen Bestandteile des Bildes deutlich hervorhebt. So bleibt der Kontrast auch in schnellen Abschnitten hoch und die Effekte sehen durch die Bank gut aus.

The New Mutants


Genre: Action; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 94 Minuten; Verleih: 20th Century Studios/Marvel; Regie: Maisie Williams, Anya Taylor-Joy, Charlie Heaton; USA 2020