Ausgerechnet Witja. Der Teenager, nicht gerade der Mutigste seiner Klasse und mit Höhenangst dazu, wird zum großen Helden und zum Zünglein an der Waage beim Kampf Gut gegen Böse. Freilich nicht in der heutigen Zeit.

Durch ein Zeitloch in die Vergangenheit

Denn während eines Klassenausfluges fällt der Junge in ein Zeitloch und landet einige Jahrhunderte früher in seiner mittelalterlichen Heimat. Er hat kaum die Möglichkeit, sich zu orientieren, das muss ihm das erste Mal das Leben gerettet werden. Das Dorf, in dem er Aufnahme findet, ist mitten im Krieg. Denn dunkle Mächte bedrohen alle anderen mit dem Untergang.
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Da kommt Witja gerade recht. Denn auch ein nur durchschnittlicher Schüler erlangt in einer Zeit der Unwissenheit schnell den Status eines Weisen. Um so mehr, als dass sein Steckenpferd einsatzfähige Modellflugzeuge sind. Mit den Kenntnissen der Aerodynamik kann er der Idee, die Feinde aus der Luft zu bekämpfen, zum Durchbruch verhelfen. Freilich muss später noch geklärt werden, wie der Junge zurück in seine Zeit gelangt.

Mit Megafon auf Zeitreise

Zeitreisen allgemein und die von Kinder und Jugendlichen speziell sind ein beliebter Filmstoff. Hier setzt die ukrainische Produktion auf ein sicheres Zugpferd. Darüber hinaus versteht man es allerdings auch gut, die Geschichte rund um den Jungen in der falschen Epoche, familiengerecht aufzuarbeiten. Vermeintlich unnützen Ballast nimmt man gar nicht erst an Bord. Und so verläuft das erste Zusammentreffen überraschend harmonisch. Lediglich das Megafon, das Witja bei sich trägt, erregt Aufmerksamkeit. Klamotten, Uhr o.ä. nehmen die Vorfahren als fast selbstverständlich hin.

Echte Familienunterhaltung

Ohne zu spoilern, dass der Junge nicht im Mittelalter verbleibt, ist natürlich ebenso gesetzt wie die Tatsache, dass das Gute letzten Endes obsiegt. Insofern erwarten das Publikum keine Überraschungen. Dennoch ist die Geschichte Zielgruppengerecht kurzweilig und durchaus auch spannend angelegt, kommt mit hohem Unterhaltungswert daher und kann auch bei den Spezialeffekten punkten. Kurz und gut: echte Familienunterhaltung.

Das Portal - Eine Reise durch die Zeit


Genre: Fantasy; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 111 Minuten; Verleih: Capelight; Regie: Yuriy Kovalyov; Ivan Denysenko, Georgiy Derevyanskiy, Danylo Kamenskyi; UA 2017