Jahre, nachdem seine Mutter beim Kollaps eines japanischen Atomkraftwerkes ums Leben kam, besucht Ford Brody seinen Vater, der immer noch in Asien lebt. Dieser glaubt nach wie vor, dass nicht ein Erdbeben für die Katastrophe verantwortlich war. Und just, als Brody Jr. beim Vater eintrifft, scheint sich diese Prognose zu bestätigen.

Geist von Gojira zum Leben erweckt

In einem Geheimprojekt versuchen Japaner und Amerikaner eine riesige, insektenähnliche Kreatur unter Kontrolle zu halten. Dies misslingt. Und da das von Strahlung lebende Urvieh sich bedrohlich der US-Küste nähert, wird der nationale Notstand ausgerufen. Doch nicht das Militär soll die Gefahr stoppen, sondern ein weitaus noch größeres Monster, eine Mischung aus Echse und Wal, das die Japaner nur Gojira nennen und im Westen als Godzilla bekannt ist.
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Dies gilt gemeinhin als Mutter aller Filmmonster. Und trotz der aus heutiger Sicht lausigen Spezialeffekte der Premiere von 1954 hat keine Neuauflage bisher geschafft, wozu der aktuelle Streifen in der Lage scheint: Den Geist von Godzilla wirklich wieder zum Leben zu erwecken. Das ist um so beachtenswertes, als dass der Koloss erst nach mehr als einer halben Stunde wirklich auf der Bildfläche erscheint. Bis unter seinen Füßen ganze Großstädte zu Bruch gehen, muss der geneigte Fan gar mehr als 60 Minuten warten.

Einmalige Zerstörungswut

Bis dahin wird die Vorgeschichte ausführlich erzählt und durchaus nachvollziehbar auch Bezüge zum Hier und Heute hergestellt. Dann folgt ein Actionpart, der in Sachen Zerstörungswut im heutigen Kino seinesgleichen sucht. Die massive Präsenz aller Gattungen des US-Militärs ist hingegen Geschmackssache und wohl ebenso dem amerikanischen Zeitgeist geschuldet. Alles in allem aber ein ordentliches Monsterspektakel, das sich auch technisch keine Blöße gibt.

Godzilla

Genre: Action; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 123 Minuten; Verleih: WHV; Regie: Gareth Edwards; Aaron Taylor-Johnson, Bryan Cranston, Ken Watanabe; USA 2014