Auf der Insel Tianhuo im chinesischen Meer hat Geschäftsmann Jack Harris ein ultramodernes Ferien-Ressort für Familien errichtet. Das Besondere daran: Hotel und Freizeiteinrichtungen liegen direkt am Fuße eines aktiven Vulkans. Eine Truppe erfahrener Geologen und High-Tech-Überwachung des Berges sollen vor unliebsamen Überraschungen schützen.

Vulkanausbruch hautnah erlebt

Mit von der Partie ist Meng, Tochter von Professor Wentao Li, einem berühmten Vulkanologen. Beide haben einen Ausbruch auf der Insel bereits hautnah live er- und nur knapp überlebt. Mengs Mutter starb seinerzeit bei der Katastrophe. Während die junger Frau vor allem die Chancen in der Beobachtung des Berges sieht, hat ihr Vater nur Augen für die Gefahren. Und er soll Recht behalten.
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Gerade, als einer Investorengruppe die Anlage präsentiert wird, erfolgt eine gewaltige Eruption, in deren Folge nicht nur die Ressort-Anlage zerstört wird, sondern eine massige Lavawalze das auf der Insel befindliche Dorf bedroht. Mittendrin Meng, Wentao Li und noch einige Mitstreiter, die das eigene Leben und das der Zurückgebliebenen retten wollen.

Auch Chinesen können CGI

Simon West hat schon einige Male sein Händchen für actionlastige Stoffe bewiesen. Und so hält sich der Brite auch nicht lange mit der Vorrede über Vulkane und deren Gefährlichkeit auf, sondern demonstriert das auf durchaus sehenswerte Art gleich mit dem Vorspann dieser chinesischen Produktion. Dabei erfährt der Zuschauer die Eckpfeiler der Vater-Tochter-Geschichte und die Hintergründe zu all dem, was noch folgt. Der Rest ist dann durchweg solide erzähltes Katastrophen-Kino, das eher weniger auf überraschende Momente als die bildgewaltige Inszenierung setzt. Und in dieser Beziehung ist durchaus klotzen statt kleckern angesagt. Eruption, pyroklastische Wolke, Lava - als wär’ der Zuschauer mittendrin. Also auch die Chinesen können CGI.

Politisch korrekte Handlung

Apropos Herkunft: Wer genau aufpasst, bemerkt, dass die Story politisch korrekt in Szene gesetzt wurde. Der raffgierige Geschäftsmann ist natürlich einer aus dem Westen, das Wissen der Alten steht über der Gottläubigkeit der Technik gegenüber und der Enkel denkt selbst dann an den Opa, wenn ihm die Lava schon bis zum Hals steht. Nach nicht einmal eineinhalb Stunden ist das Spektakel vorbei und hat im Wortsinn kurzweilig unterhalten.

Skyfire


Genre: Action; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 97 Minuten; Verleih: Capelight; Regie: Simon West; Bee Rogers, Alice Rietveld, Xueqi Wang; CHN 2019