So hatte sich Max seine Kindheit nicht vorgestellt. Damit seine Mutter als Altenpflegerin auch nachts arbeiten kann, muss der Neunjährige gleich mit ins Seniorenheim ziehen. Allerdings ist dies eine alte Burg. Und spätestens, als ein Serieneinbrecher sein Unwesen treibt, wird das neue Heim für den Jungen doch ein spannendes Zuhause.

Mitglied in Rentner-Clique

Denn mit den drei älteren Herrschaften von Tisch 7 hat sich Max gesucht und gefunden: der ehemaligen Filmdiva, einem Professor und einem Fußball-Trainer. Alle etwas speziell, weswegen sie auch eine eher abgesonderte Clique bilden. Und zu der gehört Max nun dazu. Ausgerechnet Rentnerin Vera wurde als erste beklaut und hat natürlich starkes Interesse daran, den Tunichtgut zu finden. Als dann auch noch Max’ Mutter in Verdacht gerät und zeitweise die Arbeit einstellen muss, brennt der Knirps förmlich vor Detektiv-Geist. Und dass der Täter jedes Mal ein schwarzes Ass am Tatort zurücklässt, macht die Sache noch spannender.
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Auch fürs jugendliche Zielpublikum. Denn der Film basiert auf dem Kinderbuch von Lisa-Marie Dickreiter und Winfried Oelsner „Das schwarze Ass“. Da Oelsner auch noch Regie führt, gibt es defacto die perfekte Umsetzung der Literaturvorlage, denn das Duo weiß genau, wie es den Geist der spannenden Geschichte in Bewegtbilder umzuwandeln hat. Herausgekommen ist vor allem ein unterhaltsamer Kinderkrimi mit originären Charakteren, die soweit in der Wirklichkeit angekommen sind, dass auch deren Sprache heutige Gepflogenheiten mit einbezieht.

Witzige Uschi Glas

Doch nicht nur für das jüngere Publikum ist die Angelegenheit unterhaltsam. Uschi Glas beispielsweise wirft als Film-Diva gern mit Anspielungen auf ihre reale Karriere um sich. Wie überhaupt die älteren Herrschaften echte Marken sind. Das Suchen und finden mit Max ist dabei nachvollziehbar und realistisch angelegt. Werte wie Freundschaft, Zusammenhalt und Offenheit werden hochgehalten. Am Ende ein Filmvergnügen für die ganze Familie.

Max und die wilde 7


Genre: Kinderfilm; FSK: 6 Jahre; Laufzeit: 87 Minuten; Verleih: Leonine; Winfried Oelsner; Jona Eisenblätter, Uschi Glas, Günther Maria Halmer; D 2020