Genau zum Ende des Vietnamkrieges gelingt es Bill Randa, einen Etat für eine Expedition auf eine bisher unerforschte Pazifikinsel zu bekommen. Dem Mann von einer Regierungsbehörde für ungeklärte Phänomene wird darauf hin eine Hubschrauberstaffel der abziehenden US-Streitkräfte zur Verfügung gestellt. Offiziell will man das Eiland auch geotektonisch vermessen.

Zwischen Jurassic Park und Peter Pan

Doch schon kurz, nachdem die ersten Geo-Sprengladungen abgeworfen wurden, sieht sich die Expedition dem gegenüber, wonach eigentlich gesucht wurde. Ein hochhausgroßer Gorilla greift die Eindringlinge an. Die, arg dezimiert und verstreut, wollen nur noch weg und den vereinbarten Landepunkt erreichen. Nur Preston Packard sieht das anders. Der Kommandant der lädierten Hubschrauberstaffel sinnt auf Rache, will die Überlegenheit des Menschen gegenüber der Kreatur beweisen. Dabei kennt der Commander noch gar nicht alle Wesen, die auf der Insel beheimatet sind.
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Überdimensionierte Gorillas, prähistorische Wesen - all das kennt der geneigte Filmfreund aus Streifen von „Jurassic Park“ bis „Godzilla“ und natürlich King Kong. Tatsächlich macht Jordan Vogt-Roberts auch kein Hehl daraus, dass die seinem Film zugrunde liegende Geschichte nicht wirklich neu ist. Allein schon der immer währende Sturm rund ums Eiland hat schon Peter Pans Nimmerland vor der Außenwelt abgeschirmt. Die GI's allerdings, die direkt aus Vietnam auf Kongs Insel fliegen, bringen eine neue und durchaus sehenswerte Note ins Geschehen ein. Zum einen, weil der klassische Abenteuer-Film hier mit dem Zeitgeist der Seventies gekreuzt wurde. Die Action also ist nicht so futuristisch abgehoben, sondern eher noch echte Handarbeit.

Action echte Handarbeit

Um so mehr, als dass ein Weltkriegsveteran noch mitmischt. Die Handelnden sind also, anders als bei den oben genannten Ideengebern, nicht mit neuzeitlichen Hi-Tech-Segnungen ausgestattet. So spielt der Faktor Mensch eine durchaus sehenswerte Rolle. Sowohl bei den Guten wie auch bei den Bösen. Das gefällt. Ganz neuzeitlich hingegen präsentieren sich die Computeranimationen, die aus den Kreaturen echte Lebewesen machen. Zusammen mit den phantastischen Landschaftsansichten hebt das „Kong“ deutlich aus allem bisher gesehenen hervor.

Kong: Skull Island

Genre: Action; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 118 Minuten; Verleih: WHV; Regie: Jordan Vogt-Roberts; Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, Brie Larson; USA 2017