Als Literaturfachmann arbeitet Joseph Turner in einer Außenstelle der CIA in New York. Als er eines Tages vom Lunch zurückkommt, sind alle seine Kollegen tot. Erschossen. Und ganz offensichtlich ist es purer Zufall, dass Turner noch lebt. Das soll aber nicht so bleiben.

Mord-Auftrag von CIA

Mit dieser Gewissheit wendet sich Joseph an seine Zentrale. Hilfe wird zugesagt. Doch in der Praxis, so scheint es, gibt er, der er Condor genannt wird, damit immer nur seinen Standort preis. Alsbald ist sich Turner sicher, dass der Mordbefehl aus den eigenen Reihen gekommen ist. Condor nimmt die junge Kathy defacto als Geisel, um bei ihr unterzuschlüpfen. Er braucht Zeit, um die Dinge zu ordnen. Nur so kann er überleben.

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Sydney Pollack hat mit seinem Polit-Thriller einen Meilenstein des Genres erschaffen. Die Handlung kompakt, kurzweilig und stets spannend. Kein Zug einer Seite ist wirklich vorhersehbar. Dazu ein knapp 40-jähriger Robert Redford, der in der Hauptrolle zur Höchstform aufläuft. Und als Sidekick eine junge Faye Dunaway. Für Nostalgiker sei noch angemerkt, dass natürlich das New York aus der Mitte der 1970er einen eigenen Charme versprüht. Vor allem waren damals die Twin Towers noch ganz frisch, weswegen sie Pollack immer wieder ins Bild rückt.

Spannendes Heimkino

Der Klassiker ist nun überarbeitet auf BluRay fürs Heimkino erschienen. Mit sattem Korn aber sehr guten Kontrasten - zumindest im Bildmittelpunkt - kann man sich das Vergnügen auch auf großen Bildschirmen zumuten. Die Farben sind lebendig und naturgetreu. Beim Ton gibt’s natürlich nur Mono, dadurch konzentrieren sich die Effekte vor allem in der Mitte. Insgesamt für seine knapp 45 Jahre ein mehr als akzeptables Gesamtergebnis.

Die drei Tage des Condor


Genre: Thriller; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 117 Minuten; Verleih: studiocanal; Regie: Sydney Pollack; Robert Redford, Faye Dunaway, Cliff Robertson; USA 1975