Eine Reihe ungeklärter und ungewöhnlicher Unfälle auch mit Todesfolge erschüttert New Orleans. Ganz offensichtlich hängen diese mit einer neuen Designer-Droge zusammen. Synchronic scheint also gefährlich, ist allerdings nicht verboten.

Unerklärliche Unfälle

Benommen, abwesend, schwer verletzt oder gar tot - die Rettungssanitäter Steve und Dennis haben es in letzter Zeit mit einer Häufung schwerer bis schwerster Verletzungen zu tun, die sich vom Hergang her nur schwer oder kaum erklären lassen. Stets findet sich in der Nähe eine Verpackung mit dem Aufdruck „Synchronic“. Der Inhalt des Tütchens ist eine Pille. Während sich die Cops mit den Umständen weniger abgeben und alles unter Drogen abhaken, machen sich die Sanitäter schon mehr Gedanken.
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Vor allem, als Dennis Tochter plötzlich verschwindet und es offensichtlich einen Zusammenhang zu Synchronic gibt. Steve versucht darauf hin, alle Bestände der Designerpille aufzukaufen und läuft dabei gar deren Erfinder über den Weg. Als der anbietet, einen deutlich höheren Preis für die Restbestände zu zahlen, ahnt der Sani, dass es sich hier mitnichten um normale Drogen handelt. So beschließt er den Selbstversuch und erlebt eine Achterbahnfahrt durch Raum und Zeit.

LSD-Wirkung wie Kindergeburtstag

Justin Benson und Aaron Moorhead brauchen eine Weile, um mit ihrem Thriller in die Gänge zu kommen. Anfangs sieht alles nach einem düsteren Drogendrama aus. Entsprechend heruntergekommen sind auch die Locations, an denen die Story angesiedelt ist. Und nicht zuletzt erleben wir Steve in einer doppelt tragischen Rolle. Einerseits scheint er alkoholabhängig zu sein und dann wird auch noch ein Gehirntumor diagnostiziert. Doch dies alles ist nur das Vorgeplänkel für das, was dann kommt. Denn im Vergleich zu Synchronic ist die bewusstseinserweiternde Wirkung von LSD geradezu Kindergeburtstag.

Viel Spannung, wenig Logik

Nach etwas mehr als der Hälfte dreht das Geschehen also genremäßig von Drama hin zu Mystery und nimmt richtig Fahrt auf. Dabei wird die Wahrheit dem Zuschauer ebenso häppchenweise serviert wie sie Steve erlebt. Das hält die Spannung kontinuierlich hoch. Leider hatten die Macher aber nicht wirklich eine Idee, wie das Geschilderte in der Wirklichkeit hätte funktionieren können. So bildet der Plot eine Aneinanderreihung von Ereignissen, deren Ursache selbst für einen Mystery-Thriller zu wenig erklärt wird. Das ist schade, gleichwohl hätte man sich genau diesen Part des Filmes anstatt der langen Einleitung ausufernder gewünscht.

Synchronic


Genre: Mystery-Thriller; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 102 Minuten; Verleih: Universal; Regie: Justin Benson, Aaron Moorhead; Anthony Mackie, Jamie Dornan, Katie Aselton; USA 2019