Mit über 8000 Metern und der höchsten Steilwand der Erde gehört der Nanga Parbat im Himalaya zu den größten Herausforderungen für Bergsteiger. Mehrmals sind deutsche Expeditionen dort gescheitert. Die Brüder Reinhold und Günther Messner wollen es wagen und nehmen den „Schicksalsberg“ im Rahmen einer internationalen Besteigung in Angriff.

Nur Reinhold überlebt

Doch das Wetter spielt nicht mit. Reinhold entscheidet zusammen mit Expeditionsleiter Herrligkoffer, die letzte Chance zu nutzen. Günther folgt ihm eigenmächtig. Dennoch erreichen sie den Gipfel. Aber der Rückweg ist ihnen versperrt. Sie müssen eine andere Route wählen, die sie nicht kennen und auf der es keine Lager gibt. So wird der Nanga Parbat auch zum Schicksal für die Messner Brüder, denn nur Reinhold erreicht das Tal lebend.
Josef Vilsmaier hat die tragische Geschichte um den Tod Günther Messners mit dem ihm eigenen Blick für die Berge inszeniert. Sie stützt natürlich die Version von Reinhold Messner, wie es seinerzeit zum Unglück gekommen ist. Schließlich agierte der berühmte Bergsteiger als Berater.

Spannende Story, tolle Bilder

Darüber hinaus erwartet den Zuschauer eine durchaus spannend gemachte Story, die mitreißt und mit teils tollen Bildern zu beeindrucken weis. Reinholds Leidensweg ins Tal und ins Leben zurück wird vielleicht etwas zu pathetisch dargebracht, ansonsten aber liefern die Schauspieler eine sehenswerte Leistung ab. Im Bonus wird ein ordentliches Making Of geboten, dazu gibt es Interviews und Audiokommentare vom Regisseur und von Augenzeugen.

Nanga Parbat

Genre: Drama; FSK: 12; Laufzeit: 99 Minuten; Verleih: Senator; Regie: Joseph Vislmaier; Florian Stetter, Andreas Tobias, Karl Markovics; D 2010