Nachdem im Themenpark Westworld das großes Chaos ausgebrochen ist, sind einige der Hosts auf der Flucht. Darunter Dolores, die es mittlerweile bis in die reale Welt der Menschen geschafft hat. Mit durchaus besonderen Fähigkeiten ausgestattet, geht sie daran, einige Dinge zu korrigieren.

Maschine lenkt Mensch

Dabei kann sie nicht nur hinter die Kulissen von Westworld blicken, sondern kommt auch jenem System auf die Schliche, das in der Menschenwelt alle Fäden zusammenhält. Denn durch massive Datensammlung ist die KI in der Lage, Lebensmuster für die Menschen zu entwickeln und damit deren Weg vorzubestimmen. Nichts wird dem Zufall überlassen. Und damit befinden sich die Figuren aus Fleisch und Blut in einer sehr ähnlichen Situation wie die Androiden des Themenparks. Die große Frage, die bleibt, ist, was Dolores unternehmen wird? Steht ihr der Sinn nach Rache - wonach es anfangs aussieht - oder verfolgt sie ganz andere Pläne?

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Nachdem die zweite Staffel so manchen Zuschauer eher ratlos zurückgelassen hat, ordnet die dritte die Dinge neu. Wobei, bei genauerer Betrachtung kennt man vieles schon vom Start des Abenteuers, eben nur unter anderen Vorzeichen. Die Serienmacher haben ein dichtes Netz an Verstrickungen und philosophisch-moralischen Fragen erschaffen, das sie Stück für Stück zu entwirren suchen. Dabei spielen Themen der Überwachung, der Datensammlung und deren Nutzung vor allem eine Rolle. Damit ist man aktuell näher dran an der gelebten, heutigen Realität als es die Serie jemals war.

Besuch aus „Breaking Bad“

Allerdings zerfällt die Handlungen in mehrere Ebenen. Ein zweiter Themenpark - Warworld - taucht auf und bei den Menschen ist ja nicht alles Realität, was den Anschein macht. So bleibt es kompliziert. Aber auch spannend. Und nicht zuletzt wird das Geschehen deutlich actionlastiger. Neben den bekannten Gesichtern aus vorherigen Folgen, allen voran Evan Rachel Wood in der Rolle der Dolores, gibt es Neuzugänge. So ist nun Aaron Paul mit von der Partie, den viele aus „Breaking Bad“ kennen. Auch wenn das bisher einzigartige Setting des Themenparks nun verloren geht und stattdessen von einer futuristischen Welt, wie man sie schon öfter gesehen hat, abgelöst wird, so stellt die Rückbesinnung auf die Anfänge der Serie durchaus einen gelungenen Schritt für frische Unterhaltung dar.

Westworld Staffel 3


Genre: Sci-Fi; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 496 Minuten; Verleih: WHV; Regie: diverse; Evan Rachel Wood, Thandie Newton, Aaron Paul; USA 2019