Adam, William, Henrik und Jeppe haben es geschafft. Die Konten voller Geld, verheiratet mit schönen Frauen und erfolgreich im Job dazu. Zufrieden sind die Mittdreißiger dennoch nicht. Denn die gescheffelten Millionen machen nur eine kurze Zeit glücklich. Danach kommt die Sucht nach mehr.

Geld, Sex, Drogen

Mehr Geld, mehr Drogen, mehr Sex und keine Moral - nach diesem Lebensmotto agieren die Freunde, die sich nicht einmal untereinander grün sind. Denn es zählt nur der äußere Schein. Dass sie hinter den Kulissen unglücklich sind, sich mit der Familie überwerfen oder gar finanzielle Schwierigkeiten haben, erfährt niemand. Darüber hinaus entpuppen sich die erfolgreichen Geschäftsleute als menschliche Tiefflieger. Dass sich Adam hat sterilisieren lassen weiß seine Frau bis heute nicht und die verzweifelt fast daran, dass das Paar keine Kinder bekommen kann.

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Die acht Folgen der ersten Staffel basieren auf Interviews, die junge norwegische Börsianer gegeben haben sollen. Øystein Karlsen hat danach das Drehbuch geschrieben und auch Regie geführt. In der Anlage ähneln die Folgen Martin Scorseses „Wolf of Wall-Street“. Vielleicht auch, weil das Klischee der Nimmersatten Bestverdiener weltumspannend anwendbar ist. Anders als der Amerikaner allerdings lässt Karlsen relativ offen, woher das Geld stammt. Sein Focus liegt mehr auf dem Verhalten, das der Reichtum möglich macht.

Nordischer „Wolf of Wall-Street“

Die Handlung wird episodenhaft erzählt, so dass sie einzeln betrachtet stets abgeschlossen ist. Eingestreute Interviewfetzen vermitteln dabei den Eindruck von Authentizität. Am Stück betrachtet stellt sich beim Zuschauer alsbald ein gewisses Sättigungsgefühl ein, der Elite zuzuschauen. Denn wirklich abwechslungsreicher wird das Geschehen nicht. Vielmehr versuchen die Protagonisten, sich selbst immer wieder zu übertreffen.

Exit Staffel 1


Genre: Drama; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 240 Minuten; Verleih: Black Hill Pictures; Regie: Øystein Karlsen; Simon J. Berger, Pål Sverre Hagen, Tobias Santelmann; N 2019