Er ist Frankreichs Wunderwaffe an der verdeckten Front: OSS 117. Doch dieses Mal scheint sein Chef ihn unterfordern zu wollen. Denn Hubert Bonisseur de La Bath soll lediglich einen Mikrofilm aus Rio holen. Doch am selbstverliebten Spion nagen keine Selbstzweifel. Schließlich ist der Mossad mit im Boot, was auf eine große Aktion hinweist.

Ein echter Franzose

Und tatsächlich: Während die Franzosen nur die Namensliste der Nazi-Kollaborateure haben wollen, sind die Israelis einem großem Fisch des dritten Reiches auf der Spur. Wie einst Eichmann will man Von Zimmel entführen und vor Gericht stellen. Deshalb wird die attraktive Agentin Dolores OSS117 zur Seite gestellt. Die erlebt einen Kollegen, der zwar charmant, aber auch ungemein arrogant und ziemlich unverschämt auftritt. Ein echter Franzose eben.

Spritzige Bond-Parodie

Der zweite Filmstreich des OSS 117 erreicht nun auch Deutschland und die Zuschauer erleben eine spritzige Bond-Parodie, die schon die Franzosen begeisterte. Dass politisch unkorrekte Witze über Juden und den Holocaust im Zusammenhang mit allerlei Nazigedöns hierzulande etwas anders ankommen als bei den Nachbarn, liegt dabei in der Natur der Geschichte. Doch Michel Hazanavicius überspannt den Bogen nicht und federt das teils übertrieben unverschämte Getue des Spions mit einer nahezu ernsten Mossad-Frau ab. Dabei kann der Streifen vor allem bei der Umsetzung des 60er-Jahre-Flairs punkten und liefert einige nette Gags, die zu Lasten der großen Filmspione gehen. Making Of und Outtakes runden den Spaß ab.

OSS117 - Er selbst ist sich genug

Genre: Komödie; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 101 Minuten; Verleih: Koch Media; Regie: Michel Hazanavicius; Jean Dujardin, Rüdiger Vogler
Louise Monot; F 2009