Nachdem er über den gewaltsamen Tod seiner Tochter nebst Ehemann in London informiert wurde, reist Jacob Kanon über den Atlantik. Vor Ort muss der Ex-Detective der New-Yorker-Mordkommission feststellen, dass die Kollegen in Übersee nicht nur mauern, sondern offensichtlich auch im dunkeln tappen.

Morde per Postkarte angekündigt

Kanon erfährt noch, dass einer Journalistin der Doppelmord per Postkarte angekündigt wurde und dass die Opfer, einem Kunstwerk gleich, drapiert worden sind. Nun will der Vater und Ermittler den Täter unbedingt selbst zu Strecke bringen. Wie sich zeigt, gibt es weitere Tote in anderen europäischen Städten. Und nicht überall lässt man den Ami außen vor. So ist sich Kanon sicher, dass es weitere Verbrechen geben wird. Das stachelt ihn zusätzlich an. Und tatsächlich findet sich eine erste heiße Spur.

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Zugegeben, die Verbindung zwischen Kunst und Mord ist nicht so neu im Thriller-Genre. Aber man muss Danis Tanovic zugestehen, dass er das Ganze sehr ordentlich aufgezogen hat. Er dreht sehr geschickt an der Spannungsschraube und als die am Anschlag ist, gibt er der Geschichte eine neue Richtung, so dass sich der Aufmerksamkeitsbogen weiter erhöhen lässt. Dabei pendelt die Gangart zwischen fast schon gemächlich bis hin zur Action.

Serienkiller in halb Europa unterwegs

Und der Trip durch halb Europa hat gar etwas von Bond. Clever gemacht, durch den Wechsel der Tatorte und des ermittelnden Personenkreises wird jeder neue Schauplatz irgendwie auch als neue Geschichte inszeniert.
Die etwas mehr als 100 Minuten schauen sich locker und spannend weg. Die Handlung bewegt sich immer im Bereich der Logik und nimmt den Zuschauer mit. Sicher, die Trauer des Vaters und dessen Absturz in den Suff sind realistisch, zuweilen aber etwas sehr pathetisch inszeniert. Einzig der Cliffhanger will so gar nicht ins Gesamtbild passen. Es sei denn, man will noch eine Fortsetzung drehen...