Denn Alaska ist im Goldrausch. Hunde sind Mangelware und so fällt auch Buck Fängern in die Hände, die ihn an die Miner verkaufen. Er türmt und findet Aufnahme bei einem Franzosen, der für den Postverkehr sorgt. Hier wird Buck teil des Schlittenhunde-Teams. Nach einigen Streitereien mit dem Leithund Spitz ist er es schließlich, der das Rudel anführt. Dann jedoch löst der Telegraf den Brief ab und Buck landet bei John Thornton. Der sucht hier oben nicht Gold, sondern seinen Seelenfrieden und glaubt, ihn vor allem im Whiskey zu finden. So gegensätzlich die beiden auch sind, sie erweisen sich als perfektes Team. Und über Thornton findet schließlich auch Buck seine Bestimmung in der Wildnis.
Jack Londons Jugendroman hat den Traum vom Abenteuer mit den Entbehrungen dieses Lebens wortreich verbunden. Und Chris Sanders ist es wohl zum ersten Mal gelungen, der Vorlage filmisch so nah wie möglich zu kommen. Sein Streifen klammert weder das eine noch das andere aus, vermag mit einigen durchaus komischen Aspekten dazu für Auflockerung zu sorgen, wenn zuvor die Brutalität der Zeit und des Ortes thematisiert wurden. Dazu haben sich die Filmemacher entschieden, alle Tiere animieren zu lassen, was natürlich vor allem bei der Interaktion dieser völlig neue Möglichkeiten eröffnet. Und die Darstellung kann sich durchaus sehen lassen, gleichwohl man sich nicht nehmen ließ, vor allem Buck so manch menschliche Züge mitzugeben. Vor allem das jüngere Publikum hat man natürlich so auf seiner Seite. Harrison Ford ist dann für den Älteren da. Der sieht so aus, als sei er ohnehin einem Jack-London-Roman entsprungen. Realfilm und CGI-Effekte gehen sehenswert Hand in Hand und ziemlich schnell nimmt der Zuschauer alles als ein Ganzes wahr. Daraus entstehen beeindruckende Bilder und Szenen, die dafür angetan sind, das Publikum tatsächlich an den Handlungsort zu versetzen. Es gibt so gut wie keine Längen und der Aufbau der Geschichte kommt logisch daher. Wenn man von einer gewissen inhaltlichen Glättung einmal absieht, dürfte das also die wohl beste Umsetzung der Vorlage sein. Und familientauglich ist sie dazu.
Genre: Abenteuer; FSK: 6 Jahre; Laufzeit: 100 Minuten; Verleih: 20th Century Fox HE; Regie: Chris Sanders;Harrison Ford, Omar Sy, Cara Gee; USA 2020