In knapp 50 Jahren auf der Erde: Alle Pflanzen sind ausgestorben, eine natürlich Produktion von Sauerstoff findet nicht mehr statt. Selbst die verheerenden Feuer verlöschen von allein. Den Menschen steht künstliche Luft zur Verfügung, die aber zu Lungenkrankheiten führen kann. Das Ende ist nah.

Zeitreise soll Menschheit retten

Einziger Ausweg, so scheint es, ist die Zukunft. Geheime Forschungen sollen eine Reise dorthin mit Hilfe einer Quantenzeitmaschine möglich machen. Das Problem, es wird vorerst nur einer Person nutzen können und die wird per Sprachnachricht aus der Zukunft gar angefordert. Ethan Whyte ist der Auserwählte, ein junger Mann, der in einem Tunnel tief unter der Erde arbeitet. Dessen Vater war einst ein berühmter Erfinder, der aber die Familie verlassen hat und seitdem verschwunden ist. Ethans Frau ist selbst von der pandemischen Lungenkrankheit befallen. Und da der Weg zurück nicht geklärt ist, weiß Whyte nicht, ob und wenn ja wann er zurückkehren kann. Dennoch sagt er zu, kommt an und steht sich selbst gegenüber - einem Toten.
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Die Australier haben irgendwie ein Abo auf apokalyptische Zukunftsvisionen. Aber anders als bei „These final hours“ ist das Ende dieses Mal nicht ultimativ besiegelt. Das Untergangsszenario dient vielmehr als Rahmenhandlung für eine Zeitreisegeschichte, die auch ein stückweit Gesellschaftskritik verarbeitet. Letztere bedient sich dabei schon sehr plakativer Aussagen, die direkt von einer FFF-Demo stammen könnten. Sei’s drum.

Nicht immer logisch, aber spannend

Mit nur wenigen Darstellern vermag es Seth Larney, die Story unterhaltsam und auch spannend zu erzählen. Allerdings ist er nicht vor den typischen Zeitreise-Fallen gefeit. Um auch dem letzten Zuschauer die immer vertrackter werdende Story verständlich zu machen, wird sie in den wichtigen Bestandteilen aus verschiedenen Sicht- und Zeitweisen erzählt. Dabei offenbaren sich dann aber doch Logik-Lücken, die sich kaum verhindern lassen. Am Ende bekommt der Australier die Sache aber gut hin und erfreut noch mit einer sehenswerten Vision in einigen hundert Jahren.

2067 - Der Kampf um die Zukunft


Genre: Sci-Fi; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 114 Minuten; Verleih: Koch; Regie: Seth Larney; Kodi Smit-McPhee, Ryan Kwanten, Deborah Mailman; Aus 2020