Nichts geringeres als die Zukunft des Universums steht auf dem Spiel. Denn Raum und Zeit geraten durcheinander. Jesus wird vom Abendmahl auf eine Konzertbühne gebeamt und der Eifelturm steht plötzlich mitten in der Wüste. Verhindern können die Chose nur - Bill und Ted.

Reise in einer verrückten Telefonzelle

Wer? Genau, die beiden Hobby-Musiker, die trotz ihres Alters immer noch pubertierende Teenager zu sein scheinen. Ausgerechnet die müssen nun einen Song schreiben, der die Welt zusammenhält. Das Problem ist nur, dass den Jungs nicht wirklich etwas einfällt. Zum Glück verfügen sie aber über eine zeitreisende Telefonzelle. Und da liegt es doch nahe, einfach in die Zukunft zu sausen und nachzuschauen, was man selbst später einmal erschaffen hat. Doch der Trip lässt sich so schlecht an, dass man aus der Zukunft einen Roboter entsendet, der das Schlimmste verhindern soll. Genau das Gegenteil tritt ein.

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Der Vorläufer des Sci-Fi-Spektakels muss keinen großen Eindruck hinterlassen haben. Denn an Handlung kann man sich kaum erinnern, an die Zeitreise-Telefonzelle schon eher. Kein Wunder, der Erstling kam 1988 in die Kinos. Schon eine Weile her. Und damals konnte man Keanu Reeves und Alex Winter auch die verpeilten Jungspunde abnehmen. Knapp 30 Jahre später fällt das eher schwer, trotz staksigem Auftritt und langer Mäcke. So braucht es eine Weile, eh man sich an das Gehabe der gestandenen Männer auf dem geistigen Niveau von 14-jährigen gewöhnt hat. Leider ist der filmische Nachwuchs auch nicht viel besser. Der Apfel fällt eben nicht weit...

Keanu Reeves als pubertierender Teenager

Wer die Start-Viertelstunde überstanden hat, wird dann aber doch mit einigen guten und auch lustigen Ideen belohnt. Denn um den World-Song zu kreieren, reist das Duo durch Raum und Zeit und sammelt Drummer in grauer Vorzeit, Flötistin im frühen China, Mozart in Wien und Armstrong in einem Jazz-Club ein. Schließlich kommt noch ein junger Jimy Hendrix dazu und Tod persönlich, den man aus der Hölle abholt. Das ist so schräg, musikalisch aber durchaus gut gemacht und weit weg von albern. Ob das Lied dann letztlich der große Wurf ist, mag Geschmackssache sein. Dean Parisot hat die Geschichte ordentlich zuende gebracht. Und da wir Bill & Ted nun in allen Alter- und Lebenslagen erlebt haben, dürfte das Thema damit auch erledigt sein. Hoffentlich.

Bill & Ted retten das Universum


Genre: Komödie; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 91 Minuten; Verleih: WHV; Regie: Dean Parisot; Keanu Reeves, Alex Winter, Kristen Schaal; USA 2020