Dan Fogelman, der sich schon mit einigen Lebens- und Liebesreigen ausgezeichnet hat, erzählt hier eine wahrlich vertrackte und hoch emotionale Geschichte. Dabei macht der Regisseur dem Zuschauerden Einstieg nicht leicht. Ein Erzähler aus dem Off, fiktiv handelnde Personen und ein steter Wechsel zwischen den Zeitebenen verlangt vor allem in der Startviertelstunde Stehvermögen vom Betrachter. Dann allerdings lichtet sich der Nebel und das Konstrukt erscheint klarer. Von diesem Punkt an nimmt der Regisseur das Publikum mit und lässt es erst nach knapp zwei Stunden wieder los. In denen erlebt man ein gefühlsmäßiges Auf und Ab und wird ein ums andere Mal auch überrascht. Erst kurz vor dem Finale dann ist vorauszuahnen, wie die Sache ausgehen wird. Aber auch dafür hat Fogelman gesorgt, indem er in den Schlussminuten alle Erwartungen wieder über den Haufen wirft.
Dank Samuel L. Jackson und Annette Bening in Mini- sowie Olivia Wilde und Oscar Isaac in Hauptrollen, helfen bekannte Gesichter über den etwas undurchsichtigen Beginn hinweg. Und auch danach steht ein sehenswerter Cast zur Verfügung, darunter Antonio Banderas. Bei der Besetzung muss man den Machern einfach großes Lob zollen, denn die Darsteller wirken in ihren Figuren durchweg authentisch. Wer ganz genau hinschaut wird allerdings einige Male nicht ganz nachvollziehbare Zeitbezüge finden, wobei nicht ganz klar ist, ob das vielleicht sogar in Bezug auf den Schluss gewollt ist.
Genre: Drama; FSK: 12 Jahre; Laufzeit: 118 Minuten; Verleih: Eurovideo; Regie: David Fogelman; Oscar Isaac, Olivia Wilde, Antonio Banderas; USA/Sp 2018