Mitten im texanischen Grenzgebiet zu Mexiko betreiben Ester und ihre Mutter Teresa eine Pension an einem See. Doch die Idylle trügt. Denn von den Gästen verlässt niemand das Quartier in der Art, wie er gekommen ist. Um ihre Habseligkeiten erleichtert, landen sie sauber verpackt im nahegelegenen Gewässer. Meist noch lebend.

Drogenschmuggler auf der Flucht

Das einträgliche Geschäft wird gestört, als zwei Drogenschmuggler auf der Flucht und verletzt von „drüben“ rüber kommen und mit der Waffe in der Hand Unterstützung einfordern. Sie glauben sich den Frauen überlegen und deuten deren unschuldige Minen völlig falsch. So ist es nur eine Frage der Zeit wann, und nicht ob sie den anderen im See bald Gesellschaft leisten.

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Die Location, die Geschichte, dasSetting - Coyote Lake verspricht von den Voraussetzungen her, ein knackiger und kurzweiliger Thriller zu werden. Denn immerhin kommt man ziemlich schnell zum Ende. Das liegt allerdings auch daran, dass das Script irgendwann nicht mehr hergibt.

Geschehen an der texanisch-mexikanischen Grenze thematisiert

Sara Seligman wollte über die Verbrechen hinaus auch noch die Situation an der texanisch-mexikanischen Grenze thematisieren. Mitunter scheint es fast entschuldigend für die Taten, wenn Ester auf der einen Seite regungslos die Opfer im See versenkt, dann aber wieder Illegalen etwas zu essen bringt. Getreu dem Grundsatz, von irgendwas muss man ja leben. In diesem moralischen Widerstreit geht dann allerdings die Spannung verloren. Hinzu kommt, dass man der Produktion sowohl bei der Ausstattung wie auch dem Cast das begrenzte Budget ansieht. Wer sich fürs Thema inhaltlich und örtlich interessiert kann aber sehr wohl einen Blick riskieren.

Coyote Lake


Genre:Thriller; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 93 Minuten; Verleih: Capelight; Regie: Sara Seligman; Camila Mendes, Adriana Barraza, Charlie Weber; USA 2019