Das Leben in Woodsboro geht seinen normalen Gang. Für niemanden sind die schrecklichen Ereignisse von vor 25 noch von Belang. Doch das ändert sich schlagartig.
Denn nach einem mysteriösen Telefonanruf wird Jenna in ihrem Haus angegriffen und schwer verletzt. Der Täter trug wie einst eine Ghostface-Maske. Und mit einmal ist in dem kleinen Ort die Mordserie von einst wieder allgegenwärtig.

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Vor allem für Dewey, Gale und Sidney, die seinerzeit überlebten. Und denen es auch gelang, die Messer-Mörder zu stellen. Auf ihnen liegen nun die Hoffnungen jener, die den Albtraum zum ersten Mal erleben. Vor allem Dewey geht das ganze sehr analytisch an. Denn wer in Woodsboro meuchelt ist kein normaler Killer. Es muss also einen Zusammenhang zu den Taten von früher geben. Wie sich zeigen soll, liegt er damit nicht ganz falsch. Doch die Verbindungen sind viel komplexer, als sich das alle vorstellen können.

Kein normaler Killer

Vor allem dies muss dem Regie-Duo Matt Bettinelli-Olpin und Tyler Gillett hoch angerechnet werden. Ihr knapp zweistündiger Horror-Thriller verknüpft die Ereignisse, die zweieinhalb Dekaden auseinander liegen, sehr geschickt und auch logisch. Ja mehr noch, es werden gar die losen Enden vom Beginn aufgenommen und in der Gegenwart zusammengeführt. Das freilich freut vor allem all diejenigen, die das Original kannten und gut fanden.

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Mehr Blut, weniger Humor

Wer mit dem aktuellen „Scream“ erstmals Kontakt hat, wird die Geschichte dennoch verstehen. Denn der Thrill findet ausschließlich in der Gegenwart statt. Und wie es sich für eine - wie auch immer geartete - Fortsetzung gehört, es wird ordentlich draufgesattelt. Da heutzutage der Horror-Fan weniger zartbesaitet ist als vor 25 Jahren, ist die Neuauflage vor allem blutiger geworden. Es finden sich reichlich Jump-Scares und mitunter die eine oder andere nicht ganz so erst gemeinte Szene. Den dem Original einst so innewohnenden schwarzen Humor hingegen sucht man vergebens. Am Ende eine würdige Fortsetzung, aber nicht wirklich eine Weiterentwicklung des Themas.

Scream

Genre: Horror; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 118 Minuten; Verleih: Paramount; Regie: Matt Bettinelli-Olpin, Tyler Gillett; David Arquette, Melissa Barrera, Jenna Ortega; USA 2021