Jeden Tag einmal quer durch den Planeten, um am andern Ende der Erde Cyber-Polizisten zu montieren, kann ganz schön eintönig sein. Und so sucht Douglas Quaid "Recall" auf, um für eine kurze Zeit dem frustrierenden Alltag zu entkommen, wenn auch nur gedanklich.

Cyber-Polizist und Doppelagent

Das gewählte Programm als Doppelagent von Regierung und Widerstand erweist sich dann aber als etwas zu echt. Quaid wird auf einmal gejagt, von der Polizei und der Frau, mit der er glaubte, verheiratet zu sein. Ein mysteriöses Bankschließfach gibt etwas Auskunft, aber Douglas ist es nicht möglich, die Grenzen zwischen virtueller und tatsächlicher Realität zu bestimmen. Mit Hilfe der Rebellin Melina jedoch gelingt es ihm, den richtigen Weg zum eigenen Ich zu finden. Der überraschenden Erkenntnis folgt dann die Bestimmung und der Auftrag, die Quaid zu erfüllen hat.
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Arnold Schwarzenegger durch Colin Farrell zu ersetzten ist per sé ein mutiges Unterfangen. Hier haben Original und Remake - gemeint ist der Film - wenig miteinander zu tun. Und Farrell geht tatsächlich auch ein wenig die Lockerheit und der bissige Humor des Ex-Gouvernators ab. Andererseits ist er nicht von vornherein der Held, eher der Typ Normalo, der sich den Status erst verdienen muss. Das macht die Geschichte wiederum authentischer. Die Neuauflage des Spektakels setzt darüber hinaus vor allem auf den Schein, sprich, die technisch perfekte Produktion. Was Mensch nicht hat, kann hier die Maschine. Spezialeffekte und Ansichten zum Zunge schnalzen, das ist moderne Sci-Fi-Action. Sehenswert, auch wenn ein wenig das Flair der Vorlage verloren geht.

Total Recall

Genre: Sci-Fi; FSK: 16 Jahre; Laufzeit: 130 Minuten; Verleih: Sony Pictures Home Entertainment; Regie: Len Wiseman; Colin Farrell, Kate Beckinsale, Jessica Alba; USA 2012