Ok, ok - die Geschichte ist mehr als an den Haaren herbeigezogen. Doch Danny Boyle macht daraus in seiner unnachahmlich lockeren und sympathischen Art eine echt coole Story. Mit Richard Curtis als Drehbuchautor an der Seite könnten junge und weniger in Musikhistorie bewanderte Zeitgenossen fast glauben, es mit einer wahren Begebenheit zu tun zu haben. Auch, weil Boyle Superstar Sheeren mit einbezieht und vor allem, wie dieser durchaus auch auf eigene Kosten zum Gesamterlebnis beiträgt, ist bewunderns- und sehenswert. Klar ist dabei, dass es natürlich keine logische Auflösung für das Mysterium geben kann. Und auch hier geht der oscarprämierte Regisseur seinen Weg konsequent weiter, indem er einfach John Lennon wieder auferstehen und den entscheidenden Hinweis geben lässt.
Andererseits hatten die Macher nach "Bohemian Rapsody" "Rocketman" und "Blinded by the Light" kaum eine Chance, anders vorzugehen, um sich in der diesjährigen Fülle an Musikfilmen von den anderen zu unterscheiden. Das jedenfalls ist ebenso gut gelungen und wir erleben ein durchaus beeindruckendes Stück britischen Kinos.
Genre: Komödie; FSK: o.A.; Laufzeit: 111 Minuten; Verleih: Universal; Regie: Danny Boyle; Himesh Patel, Lily James, Sophia Di Martino; GB 2019