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Corona-Krise
Wilke erlaubt in Frankfurt (Oder) ab sofort das Sitzen auf Parkbänken

In Frankfurt (Oder) dürfen die Bürger wieder auf Parkbänken und Wiesen sitzen. Ab Mittwoch können kleine Geschäfte wieder geöffnet werden.
In Frankfurt (Oder) dürfen die Bürger wieder auf Parkbänken und Wiesen sitzen. Ab Mittwoch können kleine Geschäfte wieder geöffnet werden. © Foto: Gerrit Freitag
Heinz Kannenberg / 17.04.2020, 20:00 Uhr - Aktualisiert 18.04.2020, 07:37
Frankfurt (Oder) (MOZ) Ab sofort dürfen Frankfurter wieder auf Parkbänken und Wiesen – bei Beachtung der Kontaktbeschränkungen und Abstandswahrung – sitzen. Das teilte OB René Wilke (Linke) am späten Freitagnachmittag mit.

Wilke kündigt an, dass auch in Frankfurt nun ab kommenden Mittwoch kleine Geschäfte unter 800 Quadratmeter geöffnet werden können. Größere Geschäfte dürfen, wenn sie Verkaufsbereiche auf 800 Quadratmeter abgesperrt ausweisen, auch verkaufen, informiert Wilke. In Einkaufscentern, wie beispielsweise im SMC, sei durch das Center-Management dann die Zutrittsbeschränkung zu regeln. Friseurläden können ab 4. Mai geöffnet werden.

Auch Bibliotheken, Museen, Archive und Galerien könnten ab 22. April unter strengen Zutrittsbeschränkungen wieder geöffnet werden. Dies gelte ab Mittwoch auch für den Wildpark. Gastonomische Einrichtungen blieben zunächst weiter geschlossen. Auch Spielplätze dürfen, so Wilke, weiter nicht benutzt werden.

Dagegen seien Versammlungen unter freiem Himmel, wie Gedenkveranstaltungen, Demonstrationen und Kundgebungen, mit maximal 20 Personen bei Abstandshaltung erlaubt. Polizei und Gesundheitsamt müssten sie allerdings genehmigen. Wilke verweist ausdrücklich darauf,  Grillpartys seien auch weiter untersagt.

OB Wilke stellt klar, dass die Kita-Notbetreuung nur von Beschäftigten in Bereichen der kritischen Infrastruktur, wie beispielsweise der Polizei, in Anspruch genommen werden können. "Wir hatten bereits zahlreiche Anfragen von Mitarbeiterinnen in Friseurläden, die eigentlich eine solche Notbetreuung für ihre Kinder erwarten", berichtet Wilke. Die Erweiterung der Kita-Notbetreuung betrifft Alleinerziehende, die ihre Kinder nicht anderweitig  betreuen lassen können. "Ich bin mir gewiss, dass zahlreiche Arbeitende mit Kindern vor Problemen stehen werden", räumt Wilke ein. Die Stadtverwaltung wird am Montag ein neues Antragsformular erarbeiten, dass dann ab Dienstag zur Verfügung stehen wird, informiert er. Die Regelung der neuen Kita-Notbetreuung gelte ab 27. April.

Fest steht auch, dass Großveranstaltungen, wie das Helene Beach Festival Ende Juli, untersagt sind.

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Bernd Meergans 19.04.2020 - 20:48:55

Danke dem roten Wilke

Wie gnädig, eingesperrt zu DDR- Zeiten - jetzt darf man schon sitzen. Es ist eine Frechheit wie mit mündigen Bürgern umgegangen wird. Jeder hat das Recht, über sein Leben selbst zu bestimmen, aber hier entsteht der totale neue Überwachungsstaat! Die Panikmache einer schafft den Nährboden dafür.

Frank Schreier 18.04.2020 - 10:49:37

Der König geht durchs ganze Land

Ich lach mich kaputt. René Wilke erlaubt? Oder eher die Verordnungen für Bund und Länder? Oder hat Angela Merkel ihn um Erlaubnis gebeten? Auf jeden Fall hätte er das sicher gern. Bisschen Größenwahn angesichts Coronakrise sehen wir ja auch andernorts.

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