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Mit der Freigabe der Carl-Friedrich-Benz-Straße ist die Erschließung von Rehberge abgeschlossen

Gewerbeentwicklung
Erfolgsgeschichte am Stadtrand

Olav Schröder / 14.11.2018, 20:29 Uhr - Aktualisiert 15.11.2018, 09:09
Bernau (MOZ) Mit der offiziellen Freigabe der Carl-Friedrich-Benz-Straße am Mittwoch sind nun auch die drei letzten Gewerbeflächen in Rehberge erschlossen. Östlich der Konrad-Zuse-Straße entstehen noch Wohnhäuser.  Die Entwicklung des Gewerbestandorts begann in den 1990er-Jahren.

Viele Jahre galt die Zukunft des Areals als ungewiss. Das Gelände der ehemaligen Luftwaffennachrichtenkaserne, in der auch Altkanzler Helmut Schmidt zeitweise als Leutnant stationiert war, wurde bis 1994 zunächst von der Roten Armee und später von GUS-Truppen militärisch genutzt. Nach deren Abzug erhielt es die Stadt Bernau. Der zunächst noch bestehende Denkmalschutz bei den Offiziersgebäuden erschwerte die weitere Nutzung, wurde jedoch schließlich aufgehoben. 1997 begannen die ersten Abrissarbeiten, seit 1998 übernahm die kommunale Grundstücksentwicklungsgesellschaft STAB die schrittweise Entwicklung. Hallen, Bunker und Kasernengebäude mussten abgerissen, dekontaminierte Böden und Altlasten beseitigt werden. Mit Fördermitteln in Höhe von fast sieben Millionen Euro unterstützte die EU die Entwicklung.

Ein Plus für den gesamten Standort Rehberge ist aus Sicht von Bürgermeister André Stahl seine Vielfalt. Neben den Flächen für Handwerker und Gewerbeeinrichtungen, darunter auch produzierendes Gewerbe, sind in Rehberge großflächiger Einzelhandel, Behörden, beispielsweise mit dem städtischen Bauamt und der Polizei sowie im Randbereich auch Wohnbebauungen vorhanden. Außerdem gibt es Sportanlagen des FSV Bernau und den Skaterpark für den Freizeitbereich. Östlich der Konrad-Zuse-Straße werden im kommenden Jahr weitere Einfamilienhäuser und Geschosswohnungen entstehen.

Der Standort erlebte unterschiedliche Entwicklungsphasen. Als ehemals militärisch genutztes Gelände mit schweren Umweltschäden aufgrund von Altlasten konnte es nur mit erheblichen Fördermitteln für den Verkauf vorbereitet werden, so Stahl. Dennoch sei angesichts der Vorgeschichte die Nachfrage zunächst eher gering gewesen. Inzwischen ist die Vermarktung der Grundstücke abgeschlossen. Die Gewerbeflächen in Rehberge sind vollständig verkauft.

Wer sich hier ansiedelte, blieb dem Standort in der Regel treu, berichtet Andreas Müskes, der für das Bernauer Ingenieurbüro Bau-Regie für die Projektsteuerung und Bauentwicklung zuständig ist. Dabei wurden im Laufe der Jahre die Rahmenbedingungen der Zeit angepasst. Nicht nur Bebauungspläne erfuhren eine Änderungen, beispielsweise wurden auch Schallschutzmaßnahmen dem aktuellen Stand angepasst.

Auf dem Schönower Gewerbegebiet und an der Helmut-Schmidt-allee auf der westlichen Seite der Autobahn 11 sieht es ähnlich aus wie in Rehberge. Aktuell finden dort umfassende Bauarbeiten statt, unter anderem von Unternehmern, die ihren Betrieb aus Berlin nach Bernau verlagern. Gegenwärtig gebe es freie Flächen in Bernau lediglich noch  im Gewerbegebiet an der Albertshofer Chaussee, so Stahl.

Mit den Ansiedlungen beiderseits der Autobahn sei ein wesentliches Ziel erreicht, sagte STAB-Geschäftsführer Thomas Rebs, der mit der Erschließung des Areals von Anfang an befasst ist.

Auf die STAB kommen nunmehr neue Aufgaben zu. Mittelfristig seien neue Standorte zu definieren, verfügbar zu machen und zu entwickeln, sagte Stahl. Zu den Rahmenbedingungen gehöre die Autobahnnähe und die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr. Ein Gewerbestandort sollte mindestens mit einer Buslinie zu erreichen sein. Ebenso wichtig sei der Emissionsschutz für die Umgebung.

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