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Bürgerhaushalt Hennigsdorf
Ideen können noch bis 29. Februar eingereicht werden

Der Barfußpfad an der Nieder Neuendorfer Badestelle entstammt einer Idee, die zum Bürgerhaushalt 2018 erfolgreich eingereicht wurde.
Der Barfußpfad an der Nieder Neuendorfer Badestelle entstammt einer Idee, die zum Bürgerhaushalt 2018 erfolgreich eingereicht wurde. © Foto: Roland Becker
Roland Becker / 25.02.2020, 19:23 Uhr
Hennigsdorf (MOZ) Die Hennigsdorfer waren schon mal emsiger und einfallsreicher. Für den diesjährigen Bürgerhaushalt sind erst knapp hundert Vorschläge eingereicht worden (im Internet sind erst 51 zu sehen). In den beiden Vorjahren war die Liste mit 196 beziehungsweise 165 Ideen deutlich länger. "In den vergangenen Tagen ist die Liste stark angewachsen", tröstet sich der im Rathaus für den Bürgerhaushalt zuständige Daniel Eggert. Und sie kann weiter wachsen: Bis zum Sonnabend können noch Vorschläge eingereicht werden. Am schnellsten geht das über die Internetseite www.hennigsdorf.de.

Mieträder und Müll-App

Obwohl bislang weniger Vorschläge eingereicht wurden, weisen diese eine große Bandbreite auf. Ein Hennigsdorfer wünscht sich, dass am Bahnhof und in abgelegeneren Wohngebieten Mietfahrräder zu Verfügung stehen. Die jüngst in dieser Zeitung vorgestellte Lebensmittelretterin aus Nieder Neuendorf wünscht sich einen Ort, zu dem Lebensmittel gebracht werden und von dort kostenlos abgeholt werden können. Ein anderer wünscht sich, dass über den Bürgerhaushalt eine öffentliche Sammelbox für Pfandflaschen und Papier aufgestellt wird.

Manche Vorschläge, denen in den Vorjahren kein Erfolg beschieden war, werden nun erneut eingereicht. Dazu zählen Müllsammelaktionen und Blumeninseln in Nieder Neuendorf. Auch das bereits im Bürgerhaushalt 2018 erfolgreiche Dinner in Weiß wird erneut gewünscht.

Welche Bedeutung besitzt der vor Jahren von der Ex-Hennigsdorferin Heike Becker gestaltete Gedenkstein am ehemaligen Grenzturm in Nieder Neuendort? Ein Hennigsdorfer wünscht sich, dass über den Bürgerhaushalt eine erklärende Tafel finanziert wird. Um den Dreck in der Stadt besser in den Griff zu bekommen, schlägt jemand eine Schmutzmelde-WhatsApp vor. Da fast jeder heutzutage ein Handy in der Tasche habe, regt der Vorschlaggeber an, über eine solche Nachricht auf kürzestem Weg die Stadtverwaltung über Schmutz-ecken zu informieren.

Während sich die Hennigsdorfer bereits Gedanken über die im Jahr 2021 umzusetzenden Projekte machen, hat Daniel Eggert kräftig damit zu tun, die vorjährigen Siegervorschläge umzusetzen. Bis auf den ersten Kinoabend im Stadtklubhaus ist diesbezüglich sichtbar noch nichts passiert. Beeilen muss er sich, wenn die gewünschten Vogelkästen noch vor Beginn der Brutsaison angebracht werden sollen. Anders sieht es hinsichtlich der Brutmöglichkeiten aus, die für Mauersegler an öffentlichen Gebäuden zu installieren sind. "Diese Vögel kommen ja erst später zurück", kann Eggert ein wenig aufatmen. Für die weiteren Projekte, wozu unter anderem das Pflanzen von Obststräuchern und der Aufbau von Lernspielgeräten entlang der Uferpromenade zählen, gibt es noch keine detaillierten Planungen.

Hennigsdorfs Bürgerhaushalt geht in diesem Jahr in die vierte Runde. Im vorigen Jahr hatten es 44 der 196 eingereichten Ideen auf die Stimmzettel geschafft. Da die Abstimmung erstmals während der Festmeile und an zwei Tagen stattfand, stieg die Zahl der Teilnehmer. Sie blieb aber mit weniger als 1 000 deutlich unter den Erwartungen von Daniel Eggert.

Der Fahrplan bis zur Abstimmung

Einsendeschluss für Ideen zum Bürgerhaushalt ist der kommende Sonnabend. Vorschläge können per Brief ans Rathaus oder über die Internetseite www.hennigsdorf.de geschickt werden.

Bis Ende April wird im Rathaus geprüft, ob die Vorschläge den Kriterien des Bürgerhaushalts entsprechen. Unter anderem darf das Projekt nicht teurer als 10 000 Euro sein. Die Abstimmungsliste wird am 10. Juni im Stadtparlament verabschiedet.

Die Abstimmung erfolgt am 29. und 30. August während der Hennigsdorfer Festmeile in einem Zelt auf dem Postplatz.⇥rol

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