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Freizeit
Familien feiern Herrentag

Janet Neiser / 31.05.2019, 06:15 Uhr - Aktualisiert 31.05.2019, 13:20
Neuzelle (MOZ) Ich, denke, da kann man mehr als zufrieden sein." Neuzelles Bürgermeister Dietmar Baesler kommt am Donnerstag, kurz nach dem Mittag, gut gelaunt den Brauhausplatz entlang. Dicht an dicht drängen sich dort die Menschen. Überall stehen Fahrräder und Motorräder, überall an den Imbissbuden gibt es Schlangen – und für Dietmar Baesler die ein oder andere Gratulation zur Wiederwahl. "Auf dem Stiftsplatz verteilt sich das alles schön", sagt er und verschwindet im Getümmel.

"Wir sind gerade erst angekommen, aber es ist sehr nett", meint eine Frau aus Guben. Auch für Kinder gebe es einiges, findet sie und schaut hinüber zu ihrem Sohn Finley, der sich gerade von Clown Faxilus anstacheln lässt, um möglichst erfolgreich bei "Hau-den-Lukas" zu sein. Und siehe da, kaum droht Faxilus ihm spaßeshalber Stubenarrest an, lässt der Achtjährige den Hammer mächtig krachen – persönlicher Rekord. Andere Kinder toben währenddessen auf der Hüpfburg herum. Die haben die Organisatoren diesmal vorausschauend im Schatten aufstellen lassen. 

Himmelfahrtssause in Neuzelle und Eisenhüttenstadt
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Himmelfahrt in Neuzelle und Eisenhüttenstadt

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"Es ist schön hier, auch mit den Veranstaltern hat alles gut geklappt", lobt Thomas Döring, der schräg gegenüber seinen Antiquariatsstand hat und historische Bücher anbietet. Es wolle zwar nicht jeder Besucher etwas zum Lesen haben, aber ein paar Exemplare habe er bereits verkauft. Bevor Döring am 15. Juni bei der klügsten Nacht des Jahres in Berlin erneut seine Schätze anbietet, genießt er nun erst einmal die Atmosphäre auf dem Stiftsplatz.

Und die ist gut, findet auch Gabriele Werner von der Neuzeller Besucherinformation. "Gleich um 10.Uhr sind die Gäste hereingeströmt", erzählt sie. Seitdem habe sie sowohl mit Gästen als auch mit den Händlern an den 70.Ständen gesprochen. "Und es gab bislang nur positive Reaktionen", freut sich die Chefin der Besucherinformation. Es seien diesmal auch viele neue Händler dabei, erzählt sie.

Einer ist Mathias Kloss von Öl&Gut aus Raddusch im Spreewald. Er bietet selbst produziertes Leinöl an und lässt Interessierte auch kosten. Er habe von dem Klostermarkt im Internet gelesen und sich dann bei den Organisatoren gemeldet. Bereut hat er seinen Besuch nicht. Immer wieder gibt er Papiertüten mit Leinölflaschen über den Tisch.

Zu sehen, zu kosten und auszuprobieren gibt es jede Menge  – und zu lauschen auch. Da wehen noch vor dem Klosterportal Panflötenklänge über den Teich und ein paar hundert Meter weiter steht eine kleine Bühne für regionale Künstler. Ob nun Stefanie Matheus oder Allanah Titzki, sie alle verzaubern das Publikum mit ihrer Stimme. "Jetzt müssen wir aber erst einmal 15 Minuten Pause machen, unsere Mönche haben Gebetszeit", erklärt Ronny Gander den Gästen, als die Musik zwischendurch stoppt. Dafür hat jeder Verständnis und manch einer huscht auch mal eben in die Kirche, um zu lauschen.

"Das alles bringt eine andere Farbe hier rein", sagt Karl-Heinz Paula. Er mag den Klostermarkt mehr als einst den Bibulibustag. Kultur, Handwerk und Bekannte, die man trifft – das schätzt er: "Und es ist trotz der Größe immer noch familiär." Manchen der Besucher zieht es später noch ins Fürstenberger Stadion, da geht es etwas lauter zu, da herrscht eher Oktoberfeststimmung. Den Leuten gefällt auch das.

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