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Sieg und Niederlage
Klatsche gut verkraftet

Mit der Rückkehr Mudai Watanabes hat die Stahl-Offensive an Qualität gewonnen.
Mit der Rückkehr Mudai Watanabes hat die Stahl-Offensive an Qualität gewonnen. © Foto: Martin Terstegge
Dieter Wetzel / 03.06.2019, 15:01 Uhr
Stahnsdorf/Velten Der FC Stahl Brandenburg hatte in der vergangenen Woche zwei Spiele zu absolvieren. Am Tag vor Himmelfahrt ging es zum Spitzenreiter RSV Eintracht 1949 nach Stahnsdorf und am Sonnabend zum SC Oberhavel Velten.

Beim Tabellenführer gerieten die Stahl-Fußballer mit 0:7 unter die Räder.  Allerdings musste das Trainergespann Eckart Märzke/Andreas Koch dort auf sechs Stammkräfte verzichten, zudem verletzte sich Jonas Meyer noch vor der Pause. Bis zur Halbzeit konnten die Gäste das Ergebnis mit 0:2 noch im erträglichen Rahmen halten, doch nach dem Seitenwechsel zog der Favorit binnen zehn Minuten (55. bis 65.) auf 5:0 davon. Damit war die Entscheidung gefallen.

In Velten wollten sich die Brandenburger von einer besseren Seite präsentieren, zumal die Elf personell stärker aufgestellt war.  Dies gelang weitestgehend, wenn auch die Chancenverwertung nicht optimal war. Schon nach acht Minuten stand es 1:0 durch Luca Köhn, der nach guter Kombination aus dem Mittelfeld über Mudai Watanabe frei zum Abschluss kam. Fast vom Anstoß weg drangen die Gastgeber in den FC-Strafraum ein und nach einer ungeschickten Aktion der Stahl-Abwehr gab es Elfmeter. Nico Purrmann ließ sich die Chance nicht nehmen, verwandelte sicher zum 1:1 (9.).

Kurz darauf verletzte sich Ray Kollewe mit Verdacht auf Bänderriss im Knie. Für ihn kam Jonas Meyer, der seine Sache gut machte. Nach einer Viertelstunde flankte Alexander Mertens mustergültig auf Yukiya Moriwaki, der mit einem straffen Schuss ins kurze Ecke zur erneuten Führung sorgte. Die Gäste blieben dran, sorgten immer wieder für Gefahr, gerade in Person Mudai Watanabes, der nach seiner Schulterverletzung wieder gut ins Spiel fand.

Umso überraschender der Ausgleich in der 33. Minute, als Eric Moldenhauer  mit einem satten Schuss aus 16 Metern in den Dreiangel traf. Die Brandenburger hatten jedoch Watanabe, der wenig später überlegt zur 3:2-Führung (37.) einschoss. Auf der Gegenseite verhinderte Schlussmann Alexander Tarnow kurz vor der Halbzeit den erneuten Ausgleich.

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatten die Brandenburger den besseren Start, einen Treffer  versagte der Schiedsrichter aber aufgrund einer Abseitsstellung die Anerkennung. Im Gegenzug musste Tarnow sein ganzes Können aufbieten, um  das 3:3 zu verhindern. Die Stahl-Elf spielte weiter auf Angriff und hatte damit Erfolg. Wieder war der Torschütze zum 4:2 Watanabe (52.), der von seinem Landsmann Yukiya Moriwaki freigespielt worden war und ohne Mühe traf.

Jetzt häuften sich die Möglichkeiten für die Gäste. Alexander Mertens (58.) und Wandilie Dlamini (62.) hätten den Sack zu machen können. So erhielten die Platzherren mit dem 3:4 in der 69. Minute durch Maurice Duhme neue Impulse. Torhüter Tarnow trat mehr in den Vordergrund, dafür häuften sich nun die Konterchancen für die Gäste. Dlamini hatte gleich zweimal den fünften Treffer auf den Fuß, dazu kam noch eine Chance des eingewechselten Lukas Hehnes (90.).

Insgesamt hat das Stahl-Team seine Aufgabe erfüllt und verdient gewonnen. Negativer Höhepunkt waren gleich drei Platzverweise in einem nicht übermäßig hartem Spiel. Erst musste Alexander Mertens mit Rot vom Platz (87.) und dann folgten ihm in der 90+5 Minute Nico Purrmann und Eric Moldenhauer.

Trainer Eckart Märzke freute sich über den Sieg, bemängelte aber die mangelhafte Chancenauswertung. Für Ray Kollewe ist aufgrund der Verletzung die Saison beendet. Die nächste Partie ist am 15. Juni, dann ist der SSV Einheit Perleberg zu Gast im Stadion am Quenz.

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