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Derzeit geht es Schlag auf Schlag. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Beeskow sind seit voriger Woche täglich gefordert.

Ehrenamt
Feuerwehr im Dauereinsatz

Die Feuerwehr Beeskow im Dauereinsatz
Die Feuerwehr Beeskow im Dauereinsatz © Foto: Feuerwehr Beeskow
Olaf Gardt / 03.06.2019, 20:00 Uhr
Beeskow (MOZ) Es hat am 29. Mai begonnen. Am Mittwoch vor Christi Himmelfahrt wollten die Kameraden der Beeskower Feuerwehr eigentlich nur das Richtfest für das neue Gerätehaus im Ortsteil Radinkendorf feiern. Doch kaum war der letzte Sparrennagel im Gebälk versenkt, gingen die Sirenen. in der Breiten Straße brannte ein Pkw. Weil die Ersthelfer einen Feuerlöscher zur Hand hatten, waren die Flammen schnell erstickt. Der 37. Feuerwehreinsatz des Jahres war schnell erledigt.

Am Tag darauf wurde die Feuerwehr an die Spree gerufen. Als der Herrentag sich dem Ende näherte, war dort ein Kajütboot gekentert. Drei Personen wurden von den Wehrmitgliedern betreut, bis sie an den Rettungsdienst übergeben werden konnten, das Boot wurde an Land gezogen. Vorsorglich legten die Feuerwehrmitglieder Ölsperren aus. Die Einsatzstelle musste auch ausgeleuchtet werden. Unterstützung gab es von der Feuerwehr Friedland, weil die Beeskower derzeit nur über ein Schlauchboot verfügen. Am Freitag rückte ein Feuerwehrteam nach Schadow aus, brauchte aber bei der Bergung von zwei Personen aus einer Güllegrube nicht mehr eingreifen. Hilfeleistung war dafür eine knappe Stunde später auf der anderen Seite des Schwielochsees nötig. In Briescht brannte ein Wohnhaus, die Beeskower Drehleiter wurde gebraucht. Sechs Beeskower Einsatzkräfte waren mit im Einsatz. "Dabei gab es eine sehr gute Zusammenarbeit mit den Kameraden aus Tauche", lobte Stadtbrandmeister Alexander Voigt nach dem Einsatz. Dann rückte die Wehr aus, weil jemand sein Essen hatte anbrennen lassen und der Rauchmelder auslöste. Auch wenn am Ende nur die Wohnung gelüftet werden brauchte, war es doch wieder ein Eisatz, für den zahlreiche Einsatzkräfte ihr Wochenende unterbrechen mussten. Andere Freizeitunterbrechungen waren geplant, für die Beteiligung am Kinderfest in Rietz-Neuendorf und die Absicherung des Altstadtlaufes in Beeskow. Dazu hatten sich vor allem Wehrmitgleider aus Schneeberg, Radinkendorf und Neuendorf gemeldet. Doch auch die Beeskower waren im Eisatz. Die Holzhackschnitzel auf dem Spielplatz hinter dem Bahnhofsblock waren in am Sonntag in Brand geraten. "Von allein passiert so etwas nicht", ist Voigt überzeugt. In der Nacht zum Montag ging es weiter. Zwei mal mussten die Kameraden raus. Erst gab es Alarm wegen Brandgeruch und unklarer Rauchentwicklung. Festgestellt wurde nichts, wahrscheinlich hatte jemand ein Lagerfeuer gemacht. Gegen 2 Uhr musste die Wehr noch im Polizeiauftrag eine Wohnungstür öffen.

Trotz der vielen Einsätze, so Alexander Voigt, sei die Einsatzbereitschaft der Wehr uneingeschränkt gegeben. 124 Frauen und Männer stehen für Brandbekämpfung und Hilfen bereit. Und die Technik werde unmittelbar nach jedem Einsatz gewartet. Eine Einschränkung gibt es derzeit. Das nur wenige Stunden nach dem Einsetzen in die Spree gesunkene Boot der Feuerwehr für die Wasserrettung kann nicht mehr repariert werden. Man versuche in der Werkstatt, den erst zwei Jahre alten Motor zu retten. Bei Einsätzen auf Spree und Schwielochsee rufe man bis zur Beschaffung eines neuen Bootes die Friedländer Wehr zur Hilfe.

Gestern allerdings mussten die Beeskower selbst wieder zu einem Hilfseinsatz fahren. Der 46. Einsatz des Jahres führte die Kameraden zur Waldbrandbekämpfung nach Kehrigk.

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