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Grundstein für Hybrid-Operationssaal am Immanuel Klinikum gelegt / Ab 2016 weiterer millionenteurer Anbau vorgesehen

Gute Aussichten auf große Investitionen

Treffen unterm Pavillon: Chefarzt Prof. Johannes Albes, Geschäftsführer Andreas Linke, der Geschäftsführende Direktor der Immanuel Diakonie Udo Schmidt, Polier René Kämpfe und Bürgermeister Andre Stahl (v. l.) legen den Grundsteinlegung für den Hybrid-OP.
Treffen unterm Pavillon: Chefarzt Prof. Johannes Albes, Geschäftsführer Andreas Linke, der Geschäftsführende Direktor der Immanuel Diakonie Udo Schmidt, Polier René Kämpfe und Bürgermeister Andre Stahl (v. l.) legen den Grundsteinlegung für den Hybrid-OP. © Foto: MOZ/Hans Still
Hans Still / 24.06.2015, 07:45 Uhr
Bernau (MOZ) Bis zum Jahresende entsteht auf dem Areal des Immanuel Klinikums Bernau ein so genannter Hybrid-Operationssaal, der den Medizinern des Herzzentrums noch bessere Möglichkeiten zur Behandlung der Patienten bietet. Am Dienstag wurde dafür der Grundstein gelegt.

Strömender Regen, aber offenkundig positive Zukunftsaussichten begleiteten die Grundsteinlegung. Von einem "Meilenstein, der noch nachfolgende Generationen beschäftigen wird" sprach Udo Schmidt, Geschäftsführender Direktor der Immanuel Diakonie. Professor Johannes Albes, Chefarzt der Herzchirurgie, würdigte die Investition als "Spitzenmedizin für den Patienten, die es so bislang noch nicht in Brandenburg gibt".

Auf einer Fläche von 200 Quadratmetern entsteht der Operationssaal, der das kardiologische Herzkatheterlabor und den herzchirurgischen Operationssaal verbindet. "Hier können künftig in einem Gang Behandlungen vorgenommen werden, die bislang noch zwei Operationen erfordern", stellte Chefarzt Albes den Vorteil heraus. Ärzte können dann bei Eingriffen am Herz- und Gefäßsystem mit Hilfe einer beweglichen Röntgenanlage gleichzeitig diagnostizieren und therapieren. "Herzchirurg, Gefäßchirurg, Kardiologe, Radiologe und Anästhesist untersuchen und therapieren gemeinsam", erklärte Albes vor den Gästen. Minimal-invasiver Herzklappenersatz oder Herzklappenrekonstruktionen über Katheter am schlagenden Herzen lassen sich im neuen Operationssaal vornehmen.

Bis zum Herbst soll der Rohbau stehen, den die Firma B&F Bauunternehmung Rathenow erstellt. Bis zu sieben Metern gehen die Bauleute ins Erdreich, das neue Gebäude wird nach der Fertigstellung lediglich sechs Meter aus dem Erdreich ragen und dennoch zwei Geschosse beherbergen. Zudem erhält es einen Übergang zu den vier schon bestehenden Herzkatheterlaboren.

Als "besonders und anspruchsvoll" bezeichnet René Krüger, Prokurist bei O&F, die Bausituation neben dem Klinikum. "Wir bauen im Bestand unter sehr beengten Verhältnissen", hebt Krüger hervor. Zudem betont er, dass auf der Baustelle deutsch gesprochen werde. Sechs Millionen Euro investiert das Immanuel Klinikum Bernau in das neue Gebäude. "Damit werden wir auch dem Anspruch als Universitätsklinik gerecht. Hier werden dann auch Fachkräfte ausgebildet", blickte Albes voraus.

Geschäftsführer Andreas Linke stellte indes Mitarbeiter und Patienten auf Belastungen ein, die sich durch das Baugeschehen ergeben werden. Auch müssten zu einem späteren Zeitpunkt Bäume fallen. Noch in diesem Jahr soll der Bauantrag für einen Komplex gestellt werden, der sich zwischen den beiden Kliniken befindet und die innenhofähnliche Anmutung dann etwas auflösen dürfte. Für eine Investitionssumme von 20 Millionen Euro plant das Klinikum den Anbau, der direkt vor dem jetzigen Haupteingang entstehen wird. Im Erdgeschoss werde eine größere und verbesserte Rettungsstelle sowie eine Erweiterung der Intensivmedizin entstehen.

Eine IMC-Abteilung mit 38 Betten sei im ersten Obergeschoss geplant. Dort würden die Patienten behandelt, die aus der Intensivmedizin kommen, aber aufgrund der intensive Pflege noch nicht auf die normalen Stationen verlegt werden können. Zudem bereitet das Immanuel Klinikum die Sanierung des bestehenden Kreißsaales vor. Im Bernauer Herzzentrum werden jährlich 1450 Behandlungen am offenen Herzen vorgenommen. 6400 Patienten durchlaufen pro Jahr das Herzkatheterlabor. Zum Klinikum gehören jährlich 12 000 stationäre Fälle sowie 24 500 Patientenkontakte in der Rettungsstelle. "Die Bilanz des Klinikums ist positiv, wir können uns erweitern", zog Geschäftsführer Linke eine Bilanz.

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