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Im Institut für Mikroelektronik Frankfurt (Oder) arbeiten über 300 Menschen, ein guter Teil davon Wissenschaftler. Jeden Tag forschen sie an innovativen Lösungen für die Luft- und Raumfahrt, die Biotechnologie, die Automibilindustrie oder die Medizin. Finanziert wird das jährlich gut 30 Millionen teure Prestigeprojekt vom Land Brandenburg, dem Bund und aus Fördermitteln der EU.

© Foto: Heinz Köhler

Egal, ob auf zwei oder vier Rädern – im Winter muss die richtige Bereifung her.Vielfahrer nutzen Winterreifen.

Reifenwechsel
Auf zwei und vier Rädern durch den Winter

René Matschkowiak / 05.11.2019, 07:00 Uhr - Aktualisiert 06.11.2019, 06:50
Frankfurt (freier Autor) Winterzeit ist Winterreifenzeit, so die jahrelange Regel. Allerdings hat man den Eindruck, dass in Zeiten von milderen Wintern immer mehr Menschen auf Ganzjahresreifen umsteigen. Das bestätigt die Verbandsstatistik des Bundesverbands Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk (BRV). "Der Stückabsatz von Ganzjahresreifen im Consumer-Segment (Pkw/Offroad- plus Transporter-Reifen) ist im vergangenen Jahr um 17 Prozent gestiegen; sie machten 2017 mit 8,2 Millionen einen Anteil von rund 16 Prozent aus", so der Verband im vergangenen Jahr.

Winterreifen am verbreitetsten

"Besonders Menschen, die nicht so oft fahren und das Auto bei viel Schnee oder Glätte einfach mal stehen lassen können, nehmen Ganzjahresreifen", hat Andreas Schulz, Geschäftsführer und Inhaber des Quick Reifendiscount in der Frankfurter Nuhnenstraße, bemerkt. Der Marktanteil der reinen Winterreifen ist jedoch immer noch am höchsten. "Fast alle, die pünktlich auf der Arbeit sein müssen oder einen längeren Arbeitsweg haben, greifen zu Winterreifen und lassen im Herbst und im Frühling wechseln", erklärt der Reifenspezialist.

Nachdem es im Oktober aufgrund der milderen Temperaturen noch recht ruhig war bei dem Frankfurter Reifenhändler, wird sich diese Woche einiges am Arbeitspensum ändern. Sobald die ersten kalten Nächte kommen, denken die Menschen an ihre Reifen und den fälligen Räderwechsel, weiß Mitarbeiter Thomas Marz. "Wir bemerken, dass immer mehr Menschen ihre Reifen einlagern lassen", so Andreas Schulz. "Früher haben viele Kunden die Räder mit nach Hause genommen". Im SUV- Zeitalter, wo 20-Zoll-Räder fast schon zur Selbstverständlichkeit gehören, bekomme man die großen Winterräder, die pro Stück gern über 30 Kilogramm wiegen, weder zu Hause gelagert, geschweige denn zum Transport ins Auto, erklärt er. In jedem Fall gilt für die ab 1. Januar 2018 produzierten Winter- oder Ganzjahresreifen, wenn sie als wintertauglich gelten wollen, dass sie das Alpine-Symbol auf der Flanke tragen müssen.

Für Fahrradreifen gilt das freilich nicht. "Es gibt aber auch hart gesottene Fahrradfahrer, die den Winter durchfahren und die bei uns auf Winterreifen wechseln", sagt Fahrradhändler Gerald Rentsch. Insbesondere diejenigen, die zum Klinikum oder zum IHP fahren, müssen durch die Senke in Markendorf-Siedlung – und da wird es schnell glatt, weiß er selber.

Was für Autofahrer komplett verboten ist, dürfen Radfahrer auf ihre Laufräder ziehen, nämlich Spike-Reifen. Die helfen insbesondere bei Glätte, so Gerald Rentsch. Bei Schnee sind eher gut profilierte Reifen gefragt. Ein Tipp haben Fahrradexperten noch für E-Bike-Fahrer, die auch im Winter unterwegs sind. "Den Akku möglichst bei Kälte immer mit rein nehmen und sich vielleicht ein zweites Ladegerät für den Arbeitsplatz anschaffen." Kälte zieht schließlich auch Reichweite aus dem Akku.

Von O bis O und beim Fahrrad Druck reduzieren

Die Faustregel besagt, dass von O bis O, also von Ostern bis Oktober, die Sommerreifen aufs Auto gehören.  Der ADAC empfiehlt, Räder spätestens alle 8000 bis 10 000 Kilometer achsweise (vorderes rechtes Rad nach hinten rechts usw.) zu tauschen, um unterschiedlich starker Abnutzung vorzubeugen. Laut ADFC funktionieren beim Fahrrad alternativ zu Winterreifen solche Reifen mit einem groben Profil. Man kann auch den Reifendruck etwas reduzieren, um die Auflagefläche zu vergrößern, aber ohne den Minimal-Druck zu unterschreiten.⇥red

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