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Im Institut für Mikroelektronik Frankfurt (Oder) arbeiten über 300 Menschen, ein guter Teil davon Wissenschaftler. Jeden Tag forschen sie an innovativen Lösungen für die Luft- und Raumfahrt, die Biotechnologie, die Automibilindustrie oder die Medizin. Finanziert wird das jährlich gut 30 Millionen teure Prestigeprojekt vom Land Brandenburg, dem Bund und aus Fördermitteln der EU.

© Foto: Heinz Köhler

Friedersdorf
Grafisches zu Rost und Beton im Kunstspeicher

Cornelia Link-Adam / 28.01.2020, 06:00 Uhr
Friedersdorf (MOZ) Gudrun Kissinger hat am Montagmittag im Kunstspeicher Friedersdorf, genauer in der Wirtsstube und im Wintergarten, ihre neue Ausstellung an die Wände gebracht. Sie zeigt Fotografien zum Thema "Auf neuen Wegen". Die Lebuserin hat schon früher im Kunstspeicher ausgestellt, dabei Landschaftsaufnahmen und ihre Bilder vom Jacobsweg gezeigt. Jetzt hat sie sich einer ganz anderen Art der Fotografie zugewandt: Abstrakte Aufnahmen von rostigem Stahl und grauen Beton in den Fokus ihrer Arbeit gerückt. Die Motive dafür habe sie an Burgsberg in Lebus gefunden, auch in Frankfurt wo sie als Wissenschaftlerin am IHP arbeitet. Rost und Beton, der Blick darauf ist alles andere als langweilig. Hat die Lebuserin doch ihre Fotos so umgewandelt, dass sie nun in schwarz-weiß und mit mehr Kontrast die Fantasie anregen.

Inspiriert vom Festival Labirynt

Das Grafische aus den Fotos herauszukitzeln, das habe sie schon lange gereizt, erklärt Gudrun Kissinger. Inspiration dafür erhielt die Leiterin des Lebuser Fotozirkels bei den Workshops der Foto- und Multimediakademie Labirynt, die in Frankfurt und Slubice seit mehreren Jahren im Rahmen des Festivals Labirynt stattfindet. In der Wirtsstube vom Kunstspeicher hängen nun 26 kleinformatige Fotografien zum Thema Rost an den Wänden. Im Wintergarten runden weitere 20 großformatige Beton-Aufnahmen von Mauerstrukturen die Ausstellung ab. Alle Werke der Schau – die bis 15. April zu den Öffnungszeiten des Hauses bestaunt werden können – sind auch käuflich.

"2019 war ein gutes Jahr und 2020 hat auch schon gut angefangen", sagt Regina Kursawe, die Vorsitzende vom Verein Freundeskreis Kunstspeicher Friedersdorf. 3500 Besucher kamen im Vorjahr zu den 32 Veranstaltungen ins Haus. So viele werden es wohl auch in diesem Jahr werden. Mit der neuen Ausstellung – erstmals mit neuer Beleuchtung – in der Wirtsstube ist der Kunstspeicher im neuen Jahr längst angekommen. Schon sehr gut gelaufen seien an den Wochenenden der Preußische Comedy-Nachmittag sowie der Brunch mit der Band "Männersache". "Das sind beides Veranstaltungen mit Tradition", sagt Regina Kursawe. Die Band werde sogar im Dezember erstmals ein Weihnachtskonzert geben. Doch auch bis dahin ist der Veranstaltungskalender vollgepackt. Der Förderverein (40 Mitglieder) betreut die Angebote, sorgt aber auch mit Wanderungen, Grillfesten und Kanu-Touren intern für guten Zusammenhalt. Als nächstes wird Dorit Gäbler mit einem Hildegard Knef-Nachmittag am 2. Februar wieder im Haus sein. Bereits ausverkauft ist das Kabarett-Konzert von Felix Oliver Schepp am 8. März. "Man muss den Gästen ja auch etwas Neues bieten", sagt Kursawe. Das gebe es auch am 27. März, wenn erstmals ein Stummfilmkonzert in der Kirche läuft. Gezeigt wird "Safety Last" von 1932. Live dazu spielt Stephan von Bothmer auf der Wegscheideorgel. Viele Besucher erhoffe man sich auch Himmelfahrt (21. Mai), wenn Gundermanns Tochter "Linda und die lauten Bräute" im Haus singt.

Kreatives auch aus Polen

Eine besondere Lesung findet am 14. Juni mit Klaus Feldmann statt. Der langjährige Rundfunk- und Fernsehsprecher gibt aus seinem Bestseller "Verhörte Hörer" viele gesammelte Versprecher zu besten. Darüber hinaus werden die Radio-Freunde des Hauses 2020 wieder zu Plauderstunden laden und gibt es im großen Ausstellungs-Raum viel Kunst zu sehen. Dort eröffnet Magda Hoffmann am 29. Februar ihre Schau, zeigen aber auch am 27. März die Seelower Gymnasiasten vom Kunstkurs ihre Abschluss-Arbeiten. Deutsche und polnische Künstler zeigen ab 24. April bei "Neighbourhood III" ihre Werke. Am 29. Mai präsentiert zudem Ingrid Achsel (Müncheberg) mit Frank Toussaint und Katja Krause viel Malerei und Fotografien.

Aktuell erstellt Regina Kursawe schon den Plan fürs zweite Halbjahr. Details verrät sie nicht. "Oben im Haus gibt es noch eine große Ausstellung und unten drei, dazu mehrere Konzerte, das Herbstfest und das Weihnachtsleuchten", blickt sie voraus.

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