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Imagekampagne startet mit sechs Plakatmotiven, Guerilla-Marketing und Kooperationen

Imagekampagne
Brandenburg wirbt auf Plakaten für sich

Josefin Roggenbuck / 28.05.2018, 19:15 Uhr - Aktualisiert 28.05.2018, 19:20
Potsdam (MOZ) Mit sechs Plakatmotiven auf 500 Werbeflächen startet heute Brandenburgs Imagekampagne. Der bereits im Februar veröffentlichte Werbeslogan „Brandenburg. Es kann so einfach sein“ soll mit Inhalt gefüllt werden. Als Sehnsuchtsort will das Land wahrgenommen werden, bleibt mit der Werbung aber in der Region.

Aussagen wie „Innenstadt. Außen grün.“ oder „Schön, wenn man da zu Hause ist, wo andere nur am Wochenende hinkönnen.“ sind auf Fotografien von Brandenburgs Landschaft gedruckt worden. Sie sollen die zentrale Botschaft der Kampagne illustrieren: Brandenburg als Ort, wo man in natürlicher Umgebung leben und sich gleichzeitig in Beruf und Lehre verwirklichen könne, sagt Thomas Kralinski (SPD), Chef der Staatskanzlei. Ein wachsendes Sehnsuchtsgefühl der Deutschen werde so bedient, Brandenburger würden sich wieder stärker mit ihrem Heimat-Bundesland identifizieren, neue Bewohner angelockt werden. Schließlich hatte eine von der Staatskanzlei in Auftrag gegebene Umfrage ergeben, dass Brandenburg deutschlandweit nur wenig bekannt ist.

Ein erster Online-Test über Motive und Slogan zeigt nun ein ganz anderes Bild. Die gesamte Kampagne spreche die Menschen in der Mehrheit an, deutschlandweit seien 78 Prozent davon überzeugt, in Brandenburg sind es 82 Prozent, sagt Stefan Wegner von der Agentur Scholz & Friends, die die Kampagne entworfen hat.

Die sechs Plakatmotive werden zunächst im Süden Brandenburgs geklebt, zum Ende der Woche soll auch der Norden erreicht werden. Dass die Plakate nicht sofort überall hängen, liege an den Dienstleistern, sagt Landesmarketingleiter Thomas Braune. Auch die unterschiedliche Dauer, mancherorts hängen die Plakate lediglich sechs Tage, andernorts einen ganzen Monat, sei auf die Abhängigkeit von den Dienstleistern zurückzuführen. Doch spätestens nach sechs Wochen werden die Plakate wieder verschwunden sein.

120 000 Euro kostet diese kurze Werbeoffensive, 3,5 Millionen Euro sind als Gesamtbudget für das Landesmarketing im Haushalt bis 2020 vorgesehen.

„Diese Aktionen sind für den Moment ausreichend“, sagt Staatskanzlei-Chef Kralinski. Momentan gehe es darum, die Botschaft im eigenen Land bekannter zu machen. Werbung auf Plakatwänden in anderen Bundesländern werde es vorerst nicht geben.

Vielmehr konzentrieren sich die Kampagnenmacher auf andere Werbemechanismen in der Region, zum Beispiel Guerilla-Marketing. Die kurzfristigen und unkonventionellen Aktionen sollen ab Juni in Berlin stattfinden. Werbeplakate mit fetzigen, ironisch gemeinten Sprüchen werden dann ohne Vorankündigung an strategisch günstigen Standorten angebracht, mit geringen Mitteln soll hohe Aufmerksamkeit erreicht werden. Außerdem startet in zwei Wochen die Website, über Social-Media soll zusätzlich Werbung für die Imagekampagne gemacht werden.

Wichtig für das Gelingen der Kampagne seien aber auch Kooperationen mit Partnern aus Wirtschaft, Kultur und Verbänden. Unter anderem arbeitet die Landesregierung mit dem Ökodorf Brodowin (Barnim) zusammen. Der Leiter des Betriebes, Ludolf von Maltzan, hat schon lange daran gedacht, dass es eine Imagekampagne für Brandenburg braucht und nicht gezögert: „Der Slogan wird auf den Milchetiketten zu finden sein und damit nach Berlin und in die Welt hinaus getragen.“

Auch die Uckermärkischen Bühnen in Schwedt (Uckermark) gehören zu den Partnern. Sprecherin Sandra Kobelt bestätigt, das künftig auch auf den Zuschauerplätzen der Freilichtbühne „Odertal“ Landesmarketing betrieben wird. Dort werden Sitzkissen mit aufgedrucktem Slogan liegen.

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