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Neue Schilder
Image-Kampagne erreicht die Autobahn

Willkommen in Brandenburg: Mit diesem Bild vom Neuendorfer See in Alt-Schadow im Spreewald werden Autofahrer künftig an der Landesgrenze empfangen.
Willkommen in Brandenburg: Mit diesem Bild vom Neuendorfer See in Alt-Schadow im Spreewald werden Autofahrer künftig an der Landesgrenze empfangen. © Foto: Scholz & Friends Berlin
Mathias Hausding / 01.08.2018, 08:15 Uhr
Potsdam (MOZ) Seit zwei Monaten läuft die neue Marketing-Kampagne des Landes auf Hochtouren. Mit mehr als 500 Plakaten wird für die Vorzüge der Mark geworben. Neu gestaltete Begrüßungsschilder an den Autobahnen fehlten bislang. Das soll sich ab heute ändern.

Wer in den vergangenen Wochen zum Beispiel auf der Rückreise vom Ostseeurlaub wieder märkische Gefilde erreichte, musste sich wundern. „Brandenburg. Neue Perspektiven entdecken“ – heißt es an der Landesgrenzen nach wie vor auf Schildern an den Autobahnen. Der Schriftzug vor blauem Himmel mit Wolke ist altbekannt. Aber hat das Land nicht längst eine neue, heiß diskutierte Marketingkampagne?

In der Tat sorgt der neue Slogan „Brandenburg. Es kann so einfach sein“ in Verbindung mit flotten Sprüchen und idyllischen Fotomotiven bereits seit März für viel Gesprächsstoff. Nach einem ersten Anfüttern wurde die von der Berliner Agentur Scholz & Friends ersonnene Kampagne Ende Mai offiziell gestartet. Jenen täglich zigtausenden Menschen, die Brandenburg über die Autobahnen ansteuern, blieb das allerdings bislang verborgen.

Ab heute soll sich das ändern. „Wir schrauben neue Schilder an und beginnen damit an der A2“, sagt Thomas Braune, der Leiter des Landesmarketings in der Staatskanzlei. Neun weitere Schilder an den verschiedenen Autobahnen folgen demnach in den nächsten Tagen und Wochen. Zu sehen ist darauf ein Steg an einem Spreewald-See, alles in warmes Sonnenlicht getaucht, dazu ein Spruch, der Lust auf Brandenburg als Lebensort machen soll: „Dieser Weg ist das Ziel.“ Und darunter der Landesslogan: „Brandenburg. Es kann so einfach sein.“

Während andere Bundesländer ihre Besucher mit den entsprechenden Botschaften willkommen heißen und auf der Gegenfahrbahn auch wieder herzlich verabschieden, bleibe es in Brandenburg zunächst lediglich bei der Begrüßung, sagt Braune mit Verweis auf das knappe Budget der Kampagne.

Ein baldiges Nachbessern dürfte hier jedoch geboten sein, schließlich erreicht man an den Autobahnen viele Menschen. Ebenso im Sinne der Kampagne wären sicherlich Schilder, die Berliner Autofahrern signalisieren, wann sie die Metropole verlassen und das laut Werbung weniger stressige Brandenburg erreicht haben.

Beim Rückblick auf den Kampagnenstart und der Vorausschau auf kommende Aktivitäten betont Thomas Braune einmal mehr, dass das mit einer Million Euro pro Jahr recht kleine Budget zu einem schrittweisen Vorgehen zwinge. Durchaus hilfreich seien die kontroversen Diskussionen um den Slogan und den Werbefilm gewesen, in dem sich die Mark augenzwinkernd auf Kosten Berlins zu profilieren versucht. „Reibung muss sein, sonst wäre der Film nicht stolze 483 000 Mal angeschaut worden“, sagt Braune.

Die Zustimmungswerte zu der Kampagne seien von Anfang an gut, wie der Leiter des Landesmarketings versichert. Allen dürfte klar sein, dass das mit dem einfachen Leben in Brandenburg „kein politisches Generalversprechen“ sei. „Aber die Bedingungen, sich selbst zu verwirklichen, sind hier gut.“

Neben jenen insgesamt 527 Großplakaten in Berlin und Brandenburg, die vom Selbstbild des Landes künden, nennt Braune die üppig bestückte Homepage der Kampagne als wichtige Wegmarke. Vor allem aber habe man in den vergangenen Monaten zahlreiche Partner gewonnen, die hinter der Initiative stehen und sie ins Land tragen. Vom Hasso-Plattner-Institut über das Ökodorf Brodowin bis hin zur Confiserie Felicitas in der Lausitz. Als nächstes strebe man eine Kooperation mit den Hochschulen an, so Braune. Sehr erfreut zeigt er sich über eine Initiative aus Schwedt. Bürgermeister Jürgen Polzehl (SPD) habe dem Landesmarketing jüngst in einem Brief eine Werbefläche am Stadteingang zur Plakatierung angeboten.

Öffentliche Auftritte werde man mit der Landeskampagne demnächst beim Brandenburgtag am 25. und 26. August in Wittenberge (Prignitz) haben, blickt Thomas Braune voraus. Auf dem Einheitsfest am 3. Oktober in Berlin suche man dann die bundesweite Bühne. „Das wird eine größere Aktion“, verspricht Braune. Sie soll Auftakt sein für den einen oder anderen „Nadelstich“ im weiteren Jahresverlauf in ganz Deutschland.

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