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Junge Berliner Familie nimmt Schlüssel fürs Probewohnen entgegen / Gewinner denken über Umzug nach

Zuzug
Angebot an Großstadtmüde

Willkommen in Eberswalde:  Sandra Folgmann (r.), Mitarbeiterin der Wohnungsbau- und Hausverwaltungs GmbH, begrüßt Tabea Weydt und Andreas Schmidt mit Tochter Kalea, die eine Woche lang im Zentrum zur Proobe wohnen und die Barnimer Kreisstadt erkunden dürfen.
Willkommen in Eberswalde:  Sandra Folgmann (r.), Mitarbeiterin der Wohnungsbau- und Hausverwaltungs GmbH, begrüßt Tabea Weydt und Andreas Schmidt mit Tochter Kalea, die eine Woche lang im Zentrum zur Proobe wohnen und die Barnimer Kreisstadt erkunden dürfen. © Foto: Thomas Burckhardt
Sven Klamann / 08.10.2018, 20:30 Uhr - Aktualisiert 09.10.2018, 07:36
Eberswalde (MOZ) Bis Sonntag können Taba Weydt (38), Andreas Schmidt (39) und ihre Tochter Kalea (5) aus Berlin nach Herzenslust Eberswalde erkunden. Die dreiköpfige Familie hat ein einwöchiges Probewohnen in der Barnimer Kreisstadt gewonnen. Die Schlüsselübergabe war am Monntag.

Zum ersten Mal hatte das im Rathaus angesiedelte Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus die ungewöhnliche Werbeoffensive für den Wohn- und Arbeitsstandort Eberswalde bei der Rückkehrer- und Pendlerbörse „Wieder da!“ gestartet, zu der für Ende Dezember 2017 ins Paul-Wunderlich-Haus eingeladen worden war. „Der Termin zwischen Weihnachten und Silvester sollte alle ansprechen, die zu den Feiertagen ohnehin ihre Familie besuchen und über eine Luftveränderung nachdenken“, sagte Ivonne Affeldt, die im Amt das Sachgebiet Tourismus leitet. Ob und wann es die allseitig als erfolgreich eingeschätzte Messe das nächste Mal geben wird, steht noch nicht fest. Doch das Format des Probewohnens erfreut sich seither enormer Beliebtheit.

Tabea Weydt und Andreas Schmidt haben die Rückkehrer- und Pendlerbörse nicht besucht. Der Physiotherapeutin und dem IT-Projektleiter sind vielmehr die großflächigen Plakate entlang der Ringbahn in der Hauptstadt aufgefallen, auf denen für das Probewohnen in Eberswalde Reklame gemacht wurde. „Wir denken schon länger darüber nach, ob es für uns und vor allem für unser Kind nicht besser wäre, wenn wir ins Umland ziehen würden“, sagt Tabea Weydt. Berlin habe sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt  – und dies für Familien nicht unbedingt zum Guten, fügt Andreas Schmidt hinzu. Die Hauptstadt sei voll und teuer geworden, betont er. „Und dreckig und laut“, ergänzt seine Frau. Eigentlich liege Eberswalde ein wenig zu weit weg, räumt Tabea Weydt ein. Aber die Bahnanbindung sei ja schon gut und solle in der Zukunft noch besser werden, das spreche ganz klar für die Barnimer Kreisstadt. Zumal eine Bekannte bereits nach Eberswalde gezogen sei und seither aus dem Schwärmen über ihren neuen Wohnort nicht mehr herauskomme, sagt die junge Mutter. Dies alles seien prima Gründe dafür gewesen, sich ums Probewohnen zu bewerben.

Die dreiköpfige Familie hat sich eine Woche Urlaub und Kindergarten genommen und am Montag ihr 70 Quadratmeter großes, vollständig eingerichtetes Quartier an der Steinstraße 14 bezogen, das zu den vier Gästewohnungen gehört, die von der stadteigenen Wohnungsbau- und Hausverwaltungsgesellschaft (WHG) unterhalten werden. „Ihr Zuhause auf Zeit liegt mitten im Zentrum und damit dicht am Geschehen“, sagte Sandra Folgmann vom Empfang bei der WHG, die den Schlüssel überreichte. Von der Stadtverwaltung bekamen die Neu-Eberswalder noch einen Präsentkorb, der auch einen Gratiswochenfahrschein für die Barnimer Busgesellschaft enthielt.

Mit der Tochter wollen Mama und Papa unbedingt in den Eberswalder Zoo, in den Familiengarten und vielleicht auch ins Baff. „Ich liebe vor allem Pferde, Meerschweinchen und Häschen“, verriet Kalea.

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