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Doppelspitze
Die Linke: Dannenberg und Walter sind Spitzenkandidaten für Landtagswahl

Ulrich Thiessen/dpa / 03.11.2018, 14:10 Uhr - Aktualisiert 03.11.2018, 17:19
Potsdam (MOZ/dpa) Der Vorstand der brandenburgischen Linken hat die Landtagsabgeordnete Kathrin Dannenberg und den Gewerkschaftsfunktionär Sebastian Walter als Spitzenkandidaten für die kommenden Landtagswahlen nominiert. 

„Wir haben viel Respekt davor, aber auch viel Lust darauf“, sagte Walter mit Blick auf die neue Aufgabe. Die Brandenburger wählen am 1. September 2019 einen neuen Landtag.

Dannenberg lebt in Calau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz) und ist seit 2009 Mitglied in der Partei. Die Lehrerin für Sport und Geschichte ist seit 2014 als Abgeordnete im Landtag und bildungspolitische Sprecherin der Fraktion. Auf ihrem neuen Posten will sich die 52-jährige Mutter einer Tochter vor allem um die Themen Bildung und Soziales sowie um den ländlichen Raum kümmern.

Der 28-jährige Walter lebt in Eberswalde (Landkrei Barnim) und ist seit 2016 Regionsgeschäftsführer des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Ostbrandenburg. Seit 2006 ist Walter Parteimitglied. Von 2014 bis 2018 war er Landesparteivize und ist seit diesem Jahr im Vorstand der brandenburgischen Linken. Walter will sich vor allem um die Bereiche Arbeit und Rente kümmern. Der Gewerkschaftler sieht sich aber auch als Ansprechpartner für die jungen Brandenburger.

Im Wahlkampf wollen sich die beiden Spitzenkandidaten den Abstiegs- und Zukunftsängsten der Brandenburger widmen. „Soziale Gerechtigkeit soll für die Menschen hier nicht nur eine Worthülse sein“, sagte Walter. Seit dem Einzug in den Landtag habe seine Partei vieles erreicht, „aber das reicht uns nicht aus.“ Die Regierung in Potsdam wird bislang von SPD und Linkspartei gestellt.

Die Wahl auf die beiden sei einstimmig und ohne Enthaltungen ergangen, sagte Landeschefin Diana Golze. Formal würde Dannenberg auf dem ersten Platz und Walter auf Platz zwei landen. Endgültig soll eine Landesvertreterversammlung Ende Januar über die Spitzenkandidaten entscheiden.

Lange Zeit galt Golze als Spitzenkandidatin der Linken in Brandenburg. Golze war als Gesundheitsministerin zurückgetreten, nachdem die ihr unterstellten Behörden im Arzneimittelskandal nicht frühzeitig gegen das Unternehmen Lunapharm eingeschritten waren. In der Folge hatte sie ihren Verzicht auf die Spitzenkandidatur erklärt. Auch die zweite Landeschefin Anja Mayer verzichtete auf die Kandidatur.

Dass die Partei nun mit gleich zwei Kandidaten an der Spitze in den Wahlkampf ziehen will, bezeichnete Golze am Sonnabend als „Ding der Linken: Gemeinsam geht es besser.“

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