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Startschuss für Internetkonferenz re:publica

Die US-amerikanische Whistleblowerin Chelsea Manning auf der re:publica. Die Konferenz über die digitale Gesellschaft findet in diesem Jahr unter dem Motto POP statt.
Die US-amerikanische Whistleblowerin Chelsea Manning auf der re:publica. Die Konferenz über die digitale Gesellschaft findet in diesem Jahr unter dem Motto POP statt. © Foto: Jens Kalaene/dpa
dpa-infocom / 02.05.2018, 13:14 Uhr
Berlin (dpa) Unter dem Motto «POP» ist heute die Internetkonferenz re:publica in Berlin an den Start gegangen. «Wir versuchen möglichst viele Facetten einer sich entwickelnden digitalen Gesellschaft abzubilden», sagte Mitgründer Markus Beckedahl zum Auftakt.

Bis Freitag gebe es 500 Stunden Programm mit 950 Vortragenden aus aller Welt. Der Frauenanteil betrage dabei - für Netzkonferenzen ungewöhnlich hohe - 48 Prozent.

Eines der zentralen Themen sei der künftige Umgang mit Künstlicher Intelligenz und Entscheidungen von Algorithmen. Es sei dringend notwendig, sich mit diesen Technologien auseinanderzusetzen, da sie Chancen, aber auch viele Risiken mit sich brächten, so Beckedahl.

Das diesjährige Motto «POP» kann auf vielfältige Weise gelesen werden. Popkultur - also die Mainstreamisierung des Netzes - steckt ebenso darin wie Populismus. Zudem können die drei Buchstaben auch für «Power of People» stehen.

Als Gäste haben sich unter anderem US-Whistleblowerin Chelsea Manning, US-Sozialforscherin Dana Boyd, Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar sowie die SPD-Minister Hubertus Heil und Katharina Barley angekündigt. Journalist Richard Gutjahr berichtet über seinen Kampf gegen Verschwörungstheoretiker.

ZDF-Moderatorin Dunja Hayali und Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell, sprechen über Journalismus im Netz. Bei der begleitenden Media Convention stellt sich ZDF-Intendant Thomas Bellut der Frage, wie Journalismus in der digitalen Zukunft aussehen kann.

Erstmals soll es in diesem Jahr im Anschluss an die re:publica ein kostenloses Bürgerfest geben. «Wir erreichen mit der republica längst nicht alle Teile der Gesellschaft während das Netz längst im Mainstream angekommen ist», erklärt Mitgründerin Tanja Haeusler am Mittwoch. «Wir wagen ein Format von dem wir hoffen, dass es genau so wächst, wie die re:pubica in den letzten zwölf Jahren.»

Die re:publica war 2007 von den Machern der Blogs Netzpolitik.org und Spreeblick ins Leben gerufen worden. Zur zwölften Ausgabe werden mehr als 9000 Besucher erwartet.

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