Das Nachrichtenportal für Brandenburg
Startseite Märkische Onlinezeitung - MOZ.de

Jugend forscht
Ätherische Öle gegen fiese Milben

Patrick Riegner fährt wieder zum Bundesfinale.
Patrick Riegner fährt wieder zum Bundesfinale. © Foto: Schule
Lisa Mahlke / 10.04.2019, 06:45 Uhr - Aktualisiert 11.04.2019, 20:48
Frankfurt (Oder) (MOZ) An 700 Hühnern auf einem Biobetrieb in Hasenfelde testete Patrick Riegner seine Mischung aus ätherischen Ölen und Hausmitteln gegen Milben im großen Stil aus. Die Jury des Landeswettbewerbs "Jugend forscht" war von der Qualität seiner Arbeit begeistert. In einem Seminarkurs beschäftigt sich der 17-Jährige am Gauß-Gymnasium mit wissenschaftlichem Arbeiten, wodurch seine diesjährige Arbeit "auf einem ganz anderen Level" war, wie er selbst sagt.

Denn schon vergangenes Jahr hatte er sich mit seinem Projekt zum Kampf gegen die rote Vogelmilbe für das Bundesfinale des Wettbewerbs qualifiziert, bei diesem einen vierten Platz in Biologie erreicht, 1000 Euro gewonnen und Angela Merkel getroffen. Ganz so weit ist er dieses Jahr noch nicht. Vom 16. bis 19. Mai fährt er zunächst einmal zum Bundesfinale nach Chemnitz. Ob er auch dort wieder punkten und die Kanzlerin treffen kann, ist offen. "Ich würde es mir wünschen", sagt der Gaußianer, der in Reitwein lebt. "Aber auch aus den anderen Bundesländern sind gute Projekte dabei. Ich habe mir auf jeden Fall Mühe gegeben."

Vergangenes Jahr hatten er und zwei Mitschüler sich fürs Finale qualifiziert. In diesem Jahr ist er der einzige Bundesfinalist des Gauß-Gymnasiums. "Es wäre schön, wenn noch mehr weitergekommen wären", sagt er. "Aber stolz ist man natürlich immer." Seit drei Jahren befasst sich der Gymnasiast intensiv mit dem Thema Milben. In den zweiwöchigen Osterferien, die am Montag beginnen, will er in einem weiteren Biobauernhof in der Nähe seines Wohnortes weiterforschen.

In den Sommerferien plant er, die Langzeitwirkung seines Mittels zu untersuchen. Das hat er entwickelt, um eine Alternative zur chemischen Milbenbekämpfung zu schaffen. "Denn die Chemie kommt vom Huhn ins Ei und vom Ei in den Menschen", erklärt er. Die optimale Konzentration des Mittels, die er jetzt im Labor erarbeitet hat, sei sogar deutlich günstiger als Chemie.

Schlagwörter

Leserforum

Um einen Kommentar zu schreiben, melden Sie sich bitte oben rechts an. Falls Sie noch keinen Login haben, registrieren Sie sich bitte.

Alle Leserkommentare geben ausschließlich die persönlichen Ansichten und Meinungen des Autors wieder und sind keine redaktionelle Meinungsäußerung. Für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Inhalte übernimmt die Redaktion keinerlei Gewähr.

Ihr Kommentar zum Thema

Kommentartitel
Name
(öffentlich sichtbar)
Email
(wird nicht veröffentlicht)
© 2020 MOZ.de Märkisches Medienhaus GmbH & Co. KG